MSV Duisburg

Testspieler Cincotta läuft in Homberg für den MSV Duisburg auf

Duisburg.   Bei der Generalprobe des MSV Duisburg gegen Oberligist VfB Homberg soll sich am Mittwoch um 19 Uhr die Formation für den Ernstfall einspielen. MSV-Trainer Karsten Baumann wird die Kandidaten, die gegen Heidenheim den Stamm bilden sollen, eine Halbzeit bringen.

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Karsten Baumann, der neue Trainer des MSV Duisburg, hat Humor. Aber noch nicht alle Spieler beisammen. Der Prozess kann noch dauern. „Den Kader voll zu kriegen, wäre nicht das Problem gewesen. Wir werden über die gesamte Vorrunde Leute scouten und gucken, wer uns weiterhelfen kann. Das betrifft sämtliche Mannschaftsteile.“ Wobei der langjährige Kölner Verteidiger dann doch etwas relativiert: „Hinten sind wir mit Branimir Bajic als Abwehrchef gut aufgestellt.“ Allerdings fehlt der neue und alte Spielführer „Baja“ in den ersten drei Meisterschaftsspielen wegen einer Rotsperre aus der abgelaufenen Zweitligasaison. Der Coach: „Wenn es dicke kommt, dann richtig.“

Umso wichtiger, die Organisation am Samstag gegen Heidenheim ohne Bajic hinzukriegen. Offenbar soll Markus Bollmann den Laden zusammenhalten. „Bolle ist ein positiver Typ“, sagt Baumann, „ich finde ihn richtig gut. Markus bringt Erfahrung mit. Die muss er in die Waagschale werfen. Er soll nicht darüber nachdenken, dass er lange nicht gespielt hat, sondern sich daran erinnern, wie er früher gespielt hat.“

Trainer hält viel von Sascha Dum

Bei der Generalprobe gegen Oberligist VfB Homberg (Mittwoch, 19 Uhr, PCC-Stadion) soll sich die Formation für den Ernstfall einspielen. Der MSV-Trainer wird die Kandidaten, die gegen Heidenheim den Stamm bilden sollen, eine Halbzeit bringen. Danach wird gewechselt.

In Homberg wird auch der ehemalige Juniorennationalspieler Stefano Cincotta (22) für den MSV auflaufen. Der Defensivakteur hat offenbar den Geschmack von Karsten Baumann getroffen. Kein Thema mehr sind dagegen Jannik Stevens (20/VfL Bochum U 23) und der Finne Juho Mäkelä (30/zuletzt SV Sandhausen). Baumann: „Bei den anderen Jungs, die wir hier im Probetraining hatten, gibt es noch keine Entscheidung.“

Der Coach weiß, dass angesichts der kurzen Zeit zwischen Lizenzentscheid, Trainingsstart und Ligaauftakt noch nicht alles perfekt laufen kann. „Eingespielt sein, das geht nicht. Das wird auch noch eine Zeit lang dauern“, sagt Baumann und wählt demzufolge gegen den Aufstiegsfavoriten eine „vorsichtige Variante“: „Wir wollen nicht, dass wir gegen Heidenheim (14 Uhr, live in unserem Ticker) nach fünf Minuten im Rückstand liegen.“

Bei der Besetzung des Angriffs kann sich Baumann die Alternativen an einer Hand abzählen, sofern am Mittwoch nicht noch verpflichtungsmäßig nachgelegt wird. Talent Julien Rybacki gilt zunächst als Ergänzung, Kraftpaket Kingsley Onuegbu soll in Homberg erstmals Wettkampfpraxis bekommen. Zuletzt fehlte der Ex-Führther im Duell mit der eigenen Reserve (1:3) wegen Adduktorenproblemen.

Und Sascha Dum? Den Blondschopf sieht Karsten Baumann entweder vorne oder auf der linken Mittelfeldseite. „Ich kenne Sascha aus der Zeit, in der ich bei Bayer 04 Leverkusen hospitiert habe. Er ist ein überragender Fußballer, der sicherlich mehr hätte erreichen können. Jetzt spielt er bei uns und soll sich entsprechend einbringen, die anderen Leute führen. Wir wollen die Last verteilen.“

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