Ehemaliger Co-Trainer pocht auf Wiedereinstellung

Zoff mit Scholz

Foto: A.Mangen / waz

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Der MSV Duisburg hat Ärger mit seinem ehemaligen Assistenztrainer Heiko Scholz, der per Anwalt auf Wiedereinstellung pocht.

Vor wenigen Wochen bezeichnete Heiko Scholz den MSV Duisburg noch als „seine Herzensangelegenheit.” Mittlerweile ist das Herz offenbar gebrochen. Der ehemalige Nationalspieler, der sechs Jahre lang an der Westender Straße arbeitete, ließ durch einen Anwalt von sich hören und pocht auf Wiedereinstellung beim Fußball-Zweitligisten.

Der MSV Duisburg hatte den zum 30. Juni 2009 auslaufenden Vertrag mit Scholz nicht verlängert. „Scholle” ist aber offensichtlich der Meinung, dass die Verlängerung seines Kontraktes noch während der Hinrunde der vergangenen Saison mündlich beschlossen wurde. Seinerzeit soll Manager Bruno Hübner in einem Sechs-Augen-Gespräch die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Ex-Trainer Rudi Bommer angekündigt haben. Im gleichen Atemzug soll auch der Name Scholz genannt worden sein. Schriftlich wurde der Sachverhalt damals allerdings nicht fixiert.

„Wir haben ein Schreiben des Anwalts, der Herrn Scholz vertritt, auf dem Tisch liegen”, so MSV-Geschäftsführer Björn Bremer, „wir nehmen jetzt dazu Stellung und schildern unsere Sicht der Dinge.” In den nächsten Wochen wird dann ein Schlichtungsverfahren beim DFB festgelegt. Bremer: „Bis jetzt gibt es dafür noch keinen Termin.”

Obwohl es sich um ein „schwebendes Verfahren” handelt, lässt Bremer durchblicken: „Dass Herr Scholz einen Anwalt eingeschaltet hat, ist für uns überraschend. Gleichzeitig ist der Inhalt des Schreibens aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Was er sich da ausgedacht hat, ist aus unserer Sicht völlig abwegig.”

Der Geschäftsführer schiebt nach: „Es handelt sich nicht um einen Rauswurf, sondern um ein ganz normales Vertragsende, wie es in diesem Geschäft zigfach vorkommt. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass sich unsere Wege im Guten getrennt haben. Unser Präsident Walter Hellmich hat Heiko Scholz über die Jahre immer besonders geschätzt. Deswegen ist es sehr schade, wie sich das Blatt nun gewendet hat.”

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