Rot-Weiss Essen

Feiner Hybridrasen erwartet RWE zum Auftakt

Die Wege trennen sich: Trainer Christian Titz (links) und sein Co Andre Kilian werden in Zukunft auf die Angriffsdienste von Florian Bichler verzichten.

Die Wege trennen sich: Trainer Christian Titz (links) und sein Co Andre Kilian werden in Zukunft auf die Angriffsdienste von Florian Bichler verzichten.

Foto: Thorsten Tillmann/FFS

Essen.  Der Start in die Rest-Rückrunde bei der U21 des 1. FC Köln findet für RWE ohne Florian Bichler statt, der beim TSV Steinbach anheuerte.

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen eröffnet am Freitagabend die Rest-Rückrunde, und der 1. FC Köln rollt zu diesem Anlass im Franz-Kremer-Stadion um 19 Uhr die feinste Auslegeware aus: Auf wohltemperiertem Hybridrasen (eine ausgeklügelte Mischung aus Kunst- und Naturrasen) startet das Team von Trainer Christian Titz den Angriff auf das Spitzenduo.

Was für die technisch anspruchsvollen Bemühungen sicherlich nicht von Nachteil sein wird: „Ich glaube, da werden sich beide Mannschaften darüber freuen, wenn ein gutes Fußballspiel ermöglicht wird“, so Essens Fußballlehrer, der diese Tage leicht erkältet hinter sich bringt. Die Kölner, auf Platz fünf noch durchaus ansprechend im Rennen liegend, haben sich für den Abend sicherlich einiges vorgenommen. Und sie können dabei mutmaßlich auf Hilfe „von oben“ setzen. Im Trainingslager konnte Kölns Coach Mark Zimmermann mit Niklas Hauptmann, Vincent Koziello und Matthias Bader drei Akteure aus dem Profikader begrüßen und es dürfte sehr wahrscheinlich sein, dass er auch im ersten Heimspiel des neuen Jahres darauf zurückgreifen kann.

Bei den Kölnern „droht“ Profi-Einsatz

Eine Tatsache, die für die Essener nicht neu ist (Bentaleb bei Schalke) und die die Gäste einfach hinnehmen müssen: „Wir nehmen es, wie es kommt, das sind Zwischenspieler, das ist so, dass sie ihre Spielpraxis in unserer Liga bekommen“, sieht es Christian Titz eher pragmatisch. Es wird die offensive, spielerisch starke Ausrichtung der jungen Kölner Geißböcke ohnehin nicht verändern: „Das ist eine Mannschaft, die nicht nur im Spielaufbau und der Spieleröffnung Stärken hat, sondern auch das Umschaltspiel beherrscht.“ Dennoch soll es die Marschroute von RWE nicht ändern: „Wir wollen unser eigenes Spiel machen, den Gegner früh anlaufen und mit dem Ball Lösungen finden“, verspricht der Coach.

Einer, der keine Lösungen mehr suchen muss, ist Florian Bichler: Nach wochenlangem Drängen hat Rot-Weiss nun dem Wunsch des Spielers nachgegeben und lässt ihn zum Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach ziehen. Dem 28-jährigen Angreifer, der aufgrund seiner hundertprozentigen Einsatzbereitschaft ein Liebling der Fans war, fällt der Weggang offensichtlich doch nicht ganz leicht: „RWE ist der außergewöhnlichste Verein, für den ich bisher spielen durfte, daher fällt mir der Abschied auch nicht leicht. Ich habe immer alles gegeben und eine tolle Zeit gehabt. Allen Rot-Weissen danke ich für die großartige Unterstützung und werde von nun an aus der Ferne mit RWE mitfiebern.“ Wer den sympathischen Bayern kennen lernen durfte, weiß, dass er es auch so beherzigen wird.

Der Februar bringt eine Weichenstellung

Die Spielerdecke im vorderen Bereich ist nun doch leicht angespannt, zumal man in nächster Zeit nicht mit Hedon Selishta rechnen darf. Der Mittelstürmer, der schon aus dem Trainingslager abreisen musste, laboriert an einer Entzündung in der Leiste, die man versucht, mit einer Spritzenkur zu beheben. Der 27-Jährige bringt aber auch schon einen „kleinen operativen Eingriff“ ins Gespräch. Da es in Sachen Neuverpflichtung in diesem Bereich bislang mau aussieht, darf im Angriff nun nicht mehr viel passieren.

Zumal der Februar mit den Heimspielen gegen Rödinghausen (1.) und RWO (16.) eine wichtige Weichenstellung bringen wird, auch wenn Trainer Titz beschwichtigt: „Wir haben noch 16 Spieltage, da wird sicherlich noch keine Liga-Entscheidung fallen.“ Da dürfte er Recht behalten – im Erfolgsfall….

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