Regionalliga

Geisterspiele für Rot-Weiss Essen "allerletzte Option"

Rot-Weiss Essens Präsident Marcus Uhlig muss seinen Verein durch die Corona-Krise führen.

Rot-Weiss Essens Präsident Marcus Uhlig muss seinen Verein durch die Corona-Krise führen.

Foto: Michael Gohl / ffs

Essen.  Die Vereine der Regionalliga West bangen aufgrund der Corona-Krise um ihre Existenz. Rot-Weiss Essen möchte Spiele ohne Zuschauer vermeiden.

Die Regionalliga hat am Mittwoch beschlossen, dass der Spielbetrieb vorerst bis zum 19. April ruht. Rot-Weiss Essen hat sich dazu geäußert. In Form des Vorstandsvorsitzenden Marcus Uhlig.

Am Mittwochnachmittag verkündete der Westdeutsche Fußballverband, dass die Regionalliga West bis zum 19. April ruhen wird. Darauf einigte man sich in einer großen Telefonkonferenz. Die Konsequenz, wenn es dann ab dem darauffolgenden Wochenende weitergehen könnte: Die Saison würde bis Mitte Juni gespielt werden können.

RWE-Vorstand Marcus Uhlig betont. "Das ist in der aktuellen Situation aus unserer Sicht die einzig vernünftige Lösung. Unser aller Bestreben ist es, die Saison zu Ende zu spielen. Das wurde von nahezu allen Vereinen deutlich zum Ausdruck gebracht. Genauso wurde mit deutlicher Mehrheit festgestellt, dass ein mögliches Szenario mit Geisterspielen nur die allerletzte Option sein kann, da die Spielbetriebseinnahmen für die allermeisten Vereine überlebenswichtig sind. Wir haben uns zur Neubewertung der Gesamtlage auf Anfang April in gleicher Runde verständigt. Den Verband haben wir beauftragt, bis dahin mögliche juristische Fragestellungen ebenso zu klären wie mögliche wirtschaftliche Kompensationslösungen für die Vereine zu erarbeiten."

Wobei es mehr als fraglich ist, ob in den kommenden Wochen und Monaten auf Spiele mit Zuschauern hinauslaufen kann. Aus der Bundesliga gab es bereits mehrere Stimmen, die erklärten, dass es nahezu ausgeschlossen sei, in dieser Spielzeit noch einmal Partien mit Zuschauern auszutragen.

RWE muss sich auf Abbruch der Saison einrichten

Daher bereitet sich RWE auch auf diesen Fall vor, wie Uhlig anmerkt: "RWE-intern müssen wir uns dennoch weiter intensiv mit dem Szenario beschäftigen, dass ein vorzeitiger Saisonabbruch nicht verhindert werden kann. In diesem Fall gilt es, zu allererst einen Kollateralschaden vom Verein abzuwenden und im zweiten Schritt den finanziellen Schaden möglichst gering zu halten. Es ist unsere Pflicht, in diesem Rahmen ohne Tabus in alle Richtungen zu denken."

Ein Lösungs-Szenario für die noch ausstehenden Termine der Verbandspokal- sowie Relegationsspiele steht noch aus. Alle Beschlüsse stehen unter dem übergeordneten Vorbehalt des weiteren Verbreitungs-Verlaufes des Corona-Virus.

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