Regionalliga West

0:2! Rot-Weiss Essen enttäuscht gegen Rödinghausen

Die RWE-Spieler Jonas Hildebrandt, Alexander Hahn und Daniel Heber (v.l.n.r.) können die Pleite gegen Rödinghausen nicht verhindern.

Die RWE-Spieler Jonas Hildebrandt, Alexander Hahn und Daniel Heber (v.l.n.r.) können die Pleite gegen Rödinghausen nicht verhindern.

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Essen.  Rot-Weiss Essen hat zum 113. Geburtstag eine bittere 0:2 (0:1)-Niederlage gegen Spitzenreiter Rödinghausen kassiert. RWE verliert den Anschluss.

Rot-Weiss Essen hat es verbockt und wird es nun ganz schwer haben, im Titelrennen noch hinterherzukommen. Im Spitzenspiel der Regionalliga unterlagen die Essener dem Spitzenreiter SV Rödinghausen mit 0:2 (0:1). Die Gastgeber mühten sich zwar, waren engagiert, hatten mitunter auch etwas Pech. Aber zwei kurze Schwächeanfälle in der Defensive reichten den Ostwestfalen zum Sieg. Sie liegen nun neun Punkte vor RWE, angesichts der Konstanz, die dieses Team bislang an den Tag legte, ein komfortables Polster.

Natürlich spielten die beiden Neuzugänge, Innenverteidiger José Matuwila (1. FC Kaiserslautern) und Angreifer Maximilian Pronichev (Hertha BSC), dessen Verpflichtung erst Freitagnacht perfekt gemacht wurde, noch keine Rolle. Dafür durfte in der Offensive Joshua Endres anstatt Oguzhan Kefkir beginnen.

Die Rot-Weissen hatten sich viel vorgenommen,wollten das Ding vor eigener Kulisse unbedingt einfahren. Doch der Schock ließ keine zwei Minuten auf sich warten. Nach einem Freistoß schnibbelte der Gast die Kugel hoch in den Essener Strafraum, Jan-Lucas Dorow rutschte aus und konnte nur abklatschen. Und wer stand mal wieder goldrichtig? Natürlich Torjäger Simon Engelmann der in Seelenruhe seinen 18. Saisontreffer setzte zum 1:0 für den Spitzenreiter. Das war wieder einmal eine prächtige Vorlage für den Widersacher, der selbstbewusst und abgezockt aufspielte.

RWE findet keine Lösung gegen Rödinghausens Abwehr

Die Rödinghauser überließen RWE mehr oder minder die Initiative und warteten geduldig auf Konter. Sie agierten cool und unaufgeregt vor heißer Kulisse. Die Defensive der Ostwestfalen jedenfalls stand sicher und kompakt, so dass die Essener kaum zum Zuge kamen. Die Gastgeber fanden zunächst kaum eine Lösung, obwohl sie sich bemühten. Die vielen langen Bälle in den gegnerischen Strafraum waren allerdings leichte Beute. Doch dann fand Dorow endlich mal die Schnittstelle, bediente Joshua Endres, der weiter nach außen auf Enzo Wirtz. Der nahm vielleicht etwas zu lange Maß, zog ab, doch der Ex-Essener Torhüter Niclas Heimann parierte glänzend (26.).

Dann tauchte Endres nach einem schönen Pass von Dorow allein vor Heimann auf, visierte die lange Ecke an, zog den Ball jedoch knapp am Pfosten vorbei (40.). Doch fast mit dem Pausenpfiff wäre es fast erneut passiert: Traore setzte sich auf außen elegant durch und nur mit vereinter Kraft konnten die Rot-Weissen den Brand gerade noch löschen (45.). Aber die Gastgeber zeigten nun die notwendige Entschlossenheit in den Zweikämpfen und waren besser im Spiel.

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