Traditionsmasters

Ex-RWE-Spieler Michael Lorenz freut sich aufs Wiedersehen

Heiß auf Rot-Weiss: Michael Lorenz freut sich auf seinen Einsatz am Sonntag im RWE-Traditionsteam, der Wieder-Berliner will den Kontakt zu den alten Kollegen nicht abreißen lassen.

Heiß auf Rot-Weiss: Michael Lorenz freut sich auf seinen Einsatz am Sonntag im RWE-Traditionsteam, der Wieder-Berliner will den Kontakt zu den alten Kollegen nicht abreißen lassen.

Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Ex-Rot-Weisser ist mittlerweile hauptberuflicher DFB-Stützpunkttrainer in seiner alten Heimat Berlin. Samstag Neujahrsessen mit Bruder Stefan.

Der Terminkalender von Michael Lorenz in diesen Tagen ist pickepackevoll: Freitag und Samstag hat der DFB-Stützpunkttrainer noch einen Lehrgang am schönen Wannsee zu absolvieren, ehe er ins Auto springt, um sich auf den weiten Weg ins Ruhrgebiet zu machen, wo er mit Bruder Stefan am Abend das Neujahrsessen nachholen wird.

Auch wenn der Bruder als Stauder-Repräsentant mittlerweile „an der Quelle“ arbeitet, werden die beiden sich bei den Kaltgetränken wohl diesmal zurückhalten: Schließlich wollen die für ihre Zweikampfführung „gefürchteten“ Lorenz-Brüder am Sonntag beim NRW-Traditionsmasters (ab 12.30 Uhr, Innogyhalle Mülheim) im rot-weissen Trikot eine gute Figur abgeben. „Ich bin hier in Berlin regelmäßig gelaufen, die Spielpraxis fehlt mir natürlich, aber das muss ich mit entsprechendem Ehrgeiz wettmachen“, so Michael Lorenz. Der Ehrgeiz auf und neben dem Fußballplatz war es schon immer, der den bald 39-Jährigen auszeichnete. An seinen kämpferischen Einsatz in 109 Spielen für RWE erinnern sich die Fans an der Hafenstraße noch gern. Und auch im Trainerjob ging es nahtlos mit den Erfolgen weiter.

Beim DFB war eine Planstelle frei

Nach einer Jugendtrainerzeit beim SV Vonderort und ersten Meriten in der Landesliga bei Arminia Klosterhardt wurde er Cheftrainer beim FC Kray in der Regionalliga. Die beiden Siege gegen die alten Kollegen an der Hafenstraße waren sicherlich die Highlights in der noch jungen Trainerkarriere. Nach einer nicht so erfolgreichen Episode bei der SSVg Velbert, die mit dem Abstieg nach nur sechs Spielen endete, kam ihm die Rückkehr in die alte Heimat Berlin im Sommer vergangenen Jahres wie gerufen: „Beim DFB wurde eine Planstelle frei, seitdem habe ich dort eine spannende Aufgabe übernommen, der Job ist sehr abwechselungsreich.“ Natürlich sei nach zwölf Jahren Ruhrgebiet die Rückkehr nicht leicht gefallen, schließlich haben sich auch hier Freundschaften entwickelt.

Arbeit mit 12- bis 15-jährigen Fußballtalenten

„Aber wir werden alle nicht jünger, der Vater ist inzwischen 70 geworden, und unsere alten Freunde sind auch alle hier“, hat er die Rückkehr an die Geburtsstätte nicht bereut. Fortan kümmert er sich nun als DFB-Stützpunkttrainer um die 12 bis 15-jährigen Fußballtalente. „Das ist das goldene Lernalter, meine Erfahrung im Jugend- wie auch im Seniorenbereich kommt mir hierbei zugute, es kommen Talente aus kleinen Vereinen wie aber auch aus den Nachwuchs-Leistungszentren der Bundesligisten zu uns, die müssen alle unter einen Hut gebracht werden.“

Doch am Sonntag ruht alle Theorie, da will Michael Lorenz mit seinen RWE-Kollegen beweisen, dass er es auch praktisch noch draufhat. Auch wenn er viel Respekt vor den Vorrundengegnern hat: „Rot-Weiß Oberhausen hat nahezu seine komplette Zweitliga-Aufstiegstruppe am Start, da werden wir uns anstrengen müssen.“

Über die RWE-Taktik kann er im Vorfeld schon mal so viel verraten: „Wir werden ordentlich Beton vor dem eigenen Tor anmischen, um dann mit schnellem Umschaltspiel unsere Chancen zu suchen.“ Im Vorjahr schieden die Rot-Weissen als Gruppenletzte aus. „Darum müssen wir unseren Fans diesmal wieder etwas bieten, wir haben was gutzumachen“, verspricht Lorenz.

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