RWE-Vorschau

Rot-Weiss Essen benötigt in Rödinghausen einen kühlen Kopf

Benjamin Baier, Kapitän bei Rot-Weiss, muss sich mit seinen Mitspielern durchbeißen.Foto: Thorsten Tillmann

Benjamin Baier, Kapitän bei Rot-Weiss, muss sich mit seinen Mitspielern durchbeißen.Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Bei Rot-Weiss Essen bleibt die Trainerfrage zunächst unbeantwortet. Der Fokus richtet sich jetzt ganz auf das Spiel am Samstag in Rödinghausen.

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Nein, Rot-Weiss Essen hat sich noch nicht entschieden, die Trainerfrage bleibt damit vorerst unbeantwortet. Am Freitag ruhten die Verhandlungen, an diesem Samstag sowieso. „Der Fokus richtet sich jetzt ganz klar auf das Spiel beim SV Rödinghausen“, sagt RWE-Sportdirektor Jürgen Lucas (Sa., 14 Uhr, Wiehenstadion).

Dennoch bleibt es spannend, weil nichts nach draußen gedrungen ist, was hinter den Kulissen verhandelt worden ist. Gut, Peter Hyballa, eine von den zahlreichen Spekulationen, wird es nicht. Der Name Farat Toku von der SG Wattenscheid 09 kursiert, ist aber offenbar kein Thema. Andreas Zimmermann, einst RWO-Coach, könnte theoretisch eines sein, aber er gehört trotzdem nicht zu den vier Kandidaten, von denen Lucas spricht. Und dasselbe gilt für Andreas Golombek, früher in Diensten beim SC Verl.

Trainerdiskussion nimmt vorübergehend Nebenrolle ein

All diese Diskussion werden nun vorübergehend eine Nebenrolle einnehmen. Denn es geht wieder um Punkte. Die Frage ist nun: Wie reagiert die Mannschaft auf den Trainerwechsel und auf die Kritik, die auch auf sie eingeprasselt ist?

Unter der Woche hat Jürgen Lucas mit seinem Trainerstab versucht, das Team auf die Aufgabe in Ostwestfalen vorzubereiten. „Wir benötigen einen klaren Kopf und viel Sachlichkeit“, sagt der Interimscoach. Mit Manuel Lenz und Carsten Wolters saß Lucas noch am Freitagabend zusammen, um die Taktik abzustimmen.

„Wir werden uns auf keinen Fall nur hinten reinstellen und Beton anrühren, sondern wir wollen das Spiel schon aktiv mitgestalten“, sagt Lucas. Natürlich wird die Essener Defensivabteilung in Rödinghausen gefordert sein. Schließlich haben die Gastgeber in ihren zehn Spielen insgesamt 26 Tore erzielt, was Bestwert in der Liga ist.

Rödinghausen hat den treffsichersten Angriff der Liga

Die Heimspiele waren meist ein Spektakel, bei dem der Hausherr allerdings auch reichlich Gegentreffer kassierte. 3:2 gegen Viktoria Köln, 3:3 gegen Rot-Weiß Oberhausen, 4:3 gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf. Zuletzt wurde die U 21 des 1. FC Köln mit 6:0 abgefertigt. Klar, dass sich die SVR-Stürmer in der Torjägerliste ganz nach oben gearbeitet haben. Marius Bülter und Konstantin Möllering haben jeweils sechs Treffer auf dem Konto, Tobias Steffen und Simon Engelmann jeweils fünf.

„Rödinghausen besitzt eine starke Offensive“, räumt Jürgen Lucas ein und ergänzt, „mit viel Tempo auf den Außenbahnen.“ Die Mannschaft sei nicht mehr mit der vor einigen Jahren vergleichbar. „Sie haben dort inzwischen gute Möglichkeiten und sich zu dieser Saison extrem verstärkt.“

Immerhin die Rot-Weissen können in Bestbesetzung auflaufen, weil alle Spieler fit sind. Auch Kevin Grund, der sich gegen Verl verletzt hatte, und Kamil Bednarski (Infekt) sind dabei. Allerdings wird sich die Aufstellung im Vergleich zu den Vorwochen wohl kaum gravierend ändern. Jürgen Lucas hatte bereits betont, dass er nicht alles umkrempeln wolle. „Das überlasse ich dann lieber dem neuen Trainer“, schmunzelt er. Die Verhandlungen werden gleich am Sonntag fortgesetzt.

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