RWE-Auftakttraining

Müller und Harder bereichern bei RWE-Auftakt die Runde

Der neue graue Leitwolf: Mit neuem Haarlook überraschte David Jansen (Nr. 38) zum Trainings-Aufgalopp die Kollegen.

Foto: Michael Gohl

Der neue graue Leitwolf: Mit neuem Haarlook überraschte David Jansen (Nr. 38) zum Trainings-Aufgalopp die Kollegen. Foto: Michael Gohl

Essen.  Tolga Cokkosan und Roussel Ngankam gelten bei Rot-Weiss Essen als Wechselkandidaten. Zwei Gäste gibt es momentan im RWE-Training.

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Das Christkind meinte es nicht gut mit Argirios Giannikis. Der RWE-Coach hatte sich insgeheim zu Weihnachten – wenn schon keinen neuen Kunstrasen à la 1. FC Köln – dann doch vielleicht den einen oder anderen neuen Spieler zum Jahresauftakt beim Training gewünscht. Aber wie das so ist zu Weihnachten, wenn man leer ausgeht, macht man gute Miene zum bösen Spiel: „Alle sind gesund, bis auf Kevin Grund, der hat noch Wehwehchen mit den Stirnhöhlen. Wir wissen, wer wir sind, was nicht möglich ist – nein, ich bin zufrieden!“ Das Vertrauen schenkt Giannikis seinem bisherigen Kader: „Wir waren in einer brisanten Situation, dafür haben es die Jungs in der Kürze der Zeit super umgesetzt“, fasste er noch einmal kurz die Eindrücke zum Ende der Hinrunde zusammen.

Position von Miles Müller komfortabel besetzt

Im ersten Augenblick mag der Deutsch-Grieche beim Auftakttraining am Montag über einen „Neuzugang“ gestolpert sein, doch der entpuppte sich schnell als der altbekannte David Jansen, in Würde (künstlich) ergraut im Lewandowski-Style. Jetzt hoffen die Trainingsgäste nur, dass auf den RWE-Stürmer auch noch etwas von der Torgefährlichkeit des Polen abfärbt, da hatte er in der Hinrunde noch reichlich Luft nach oben.

Zwei neue Gesichter gab es dann doch im Trainingsspielchen zu sehen: Miles Müller und Tammo Harder bereicherten die Runde. Bei Erstgenanntem handelt es sich um den Sohn von Ex-Schalke-Manager Andreas Müller, der zuletzt beim österreichischen Zweitligisten Florisdorfer AC spielte, seit Sommer letzten Jahres aber vereins­los ist. Der 22-Jährige trifft aber bei RWE im defensiven Mittelfeld – seiner Lieblingsregion – auf ein Überangebot an Konkurrenz, was eine Verpflichtung eher unwahrscheinlich macht.

Da läuft der zweite Gast auf dem linken Flügel, Tammo Harder, auf seiner Position schon eher offene Türen ein. Der Ex-Dortmunder , in der Schalker Elgert-Schule vorzüglich ausgebildet, war schon vor Weihnachten zu Gast an der Hafenstraße, darf sich in dieser Woche nun weiter vorstellen. Bislang ist die Einschätzung der sportlichen Führung über den 24-Jährigen noch ergebnisoffen. „Tammo hat gute Anlagen, hat heute ordentlich mitgemacht, aber er hat jetzt länger nicht gespielt und ist in Kiel nicht gerade im Rhythmus gewesen. Wir täten dem Jungen jetzt mit einer Beurteilung keinen Gefallen, da sind wir gespannt auf die nächsten Eindrücke“, lässt sich Trainer Giannikis noch Zeit bei der Beurteilung.

Im Winter keine großen Fluktuationen

Zumal im jetzigen Kader erst einmal Bewegung kommen müsste, hier gelten Tolga Cokkosan und Roussel Ngankam als Wechselkandidaten. „Die Spieler, die es betrifft, sind darüber informiert“, erklärt Sportdirektor Jürgen Lucas, ohne einzelne Namen zu nennen. Überhaupt sei der Markt im Winter nicht dazu geeignet, über große Fluktuationen nachzudenken. „Wenn wir was machen, dann nur, was uns über den Sommer weiterbringt.“

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