RWE-Krise

Spieler und Trainer Demandt diskutieren mit wütenden RWE-Fans

Die RWE-Fans.

Foto: Gohl

Die RWE-Fans. Foto: Gohl

Essen.  Rot-Weiss Essen steckt nach dem 1:1 gegen Aufsteiger Wegberg-Beeck in der Krise. Einige Fans schrien im Stadion bereits: "Demandt raus."

Bei Rot-Weiss Essen brennt schon früh in der Saison der Baum. Nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Aufsteiger Wegberg-Beeck stellt sich die Mannschaft dem Dialog mit den Fans.

Schon während des Spiels zeichnete sich ab, welchen Gang die Mannschaft von Rot-Weiss Essen nach dem Spiel zu gehen haben wird. Nach einer mehr als durchwachsenen Leistung im Spiel gegen Aufsteiger FC Wegberg-Beeck kochten die Gemüter einiger Fans schon während der 90 Minuten über. Zwar führten die Rot-Weissen zur Pause mit 1:0, wurden aber dennoch mit Pfiffen in die Halbzeit verabschiedet.

In der zweiten Halbzeit brach die Leistung der Essener dann komplett ein, was folgerichtig im 1:1-Ausgleich durch Shpend Hasani (57.) resultierte. Die Fans quittierten die Leistung der Mannschaft während der zweiten Halbzeit mehrmals mit deutlich hörbaren Sprechchören. "Heimsieg ist nur einmal im Jahr", angelehnt an den Mallorca-Hit "Mallorca ist nur einmal im Jahr" von Peter Wackel, war noch der harmlosteste Gesang für alle Beteiligten. Darüber hinaus waren deutliche "Demandt raus!"- und "Wir haben die Schnauze voll!"-Rufe zu vernehmen.

Auch Sven Demandt trat vor die Tribüne

Die Mannschaft der Rot-Weissen stellte sich nach dem Spiel den Fans. Auch Trainer Sven Demandt trat vor die Tribüne. Eigentlich war Demandt schon auf dem Weg in die Kabine, bis die Fans ihn dazu aufforderten, vor die Tribüne zu gehen.

"Ich war noch nie vor der Tribüne, auch nicht, wenn die Mannschaft gewinnt", begründete Demandt seinen ursprünglichen Weg in die Kabine. "Ich finde, das gebührt dann der Mannschaft." Auf die Reaktion der Fans hin, war Demandt dann von seinem ursprünglichen Weg abgedreht - und stellte sich dem Unmut der Zuschauer. "Weil die Fans es gefordert haben, bin ich dann auch dort hin", erklärte Demandt.

Demandt kann den Unmut verstehen

Was genau Demandt, die Mannschaft und die Fans nach dem Spiel zu besprechen hatten, wollte der Übungsleiter nicht erwähnen. "Es ist schwierig. Ich kann den Unmut der Leute verstehen", sagte er.

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