Niederrheinpokal-Viertelfinale

1:2! RW Oberhausen blamiert sich beim 1. FC Bocholt

Der ehemalige Rot-Weiße Pascale Talarski (mit Gesichtsmaske, hier gegen Nico Klaß) war in der ersten Halbzeit nicht zu halten und erzielte auch die verdiente Führung für die Bocholter.

Der ehemalige Rot-Weiße Pascale Talarski (mit Gesichtsmaske, hier gegen Nico Klaß) war in der ersten Halbzeit nicht zu halten und erzielte auch die verdiente Führung für die Bocholter.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das ist eine dicke Überraschung und wird RWO-Fans mit den Zähnen knirschen lassen. In Bocholt gab es ein enttäuschendes 1:2.

Kurz vor 19 Uhr am Mittwoch Abend streikte ein Flutlichtmast am Bocholter Hünting. Doch findige Helfer schraubten sich per Hubwagen in die Höhe, wechselten die Glühbirnen und los ging’s. Wirklich hell war es immer noch nicht, doch im Funzel-Licht behielten letztlich die Gastgeber den Durchblick. Zwar glich Cihan Özkara spät die Führung durch den ehemaligen Rot-Weißen Pascale Talarski aus, doch dann war es in letzter Sekunde Lars Bleker, der Bocholt jubeln ließ. Terranova erschüttert nach dem Spiel: „Es ist schwer, dafür Worte zu finden.“

Kapitän Jannik Löhden war einsatzfähig und sollte neben Nico Klaß wieder für ein sicheres Zentrum sorgen. Davor vertraute Terranova der Achse Bastian Müller, Kofi Twumasi und Raphael Steinmetz, über die Außen kamen Francis Ubabuike und Vincent Stenzel.

Talarski durfte vollkommen ungestört abziehen

Das sah zunächst gut aus, RWO begann kontrolliert. Unkontrolliert hingegen durfte der ehemalige Rot-Weiße Pascale Talarski 22 Meter vor dem Kasten von Daniel Davari abziehen: Winkel, 1:0 (5.), kalte Dusche. Die Gastgeber hatten die nächste große Chance: Nick Buijl hatte sich auf links durchgetankt, flankte nach innen und Andre Bugla zog aus elf Metern ab, doch Daniel Davari war zur Stelle. (21.).

Bis zum Wechsel sollte sich das pomadige Spiel der Rot-Weißen fortsetzen. Zwingendes sprang dabei auch nach der Einwechslung von Christian März für Twumasi (31.) nicht heraus. Lediglich Francis Ubabuike besaß aus spitzem Winkel eine Chance von links, zog aber vorbei (42.). Bocholt hatte es durchgehend sehr leicht, die „Kleeblätter“ vom Kasten ihres Keepers Jonas Wenzel fernzuhalten.

Dann kam Gift ins Spiel

Durchgang zwei begann mit einem Warnschuss der Hausherren, Timur Karagülmaz hätte bei seinem Solo einfach nur früher schießen müssen, um zu treffen (46.). Dann kam Gift ins Spiel, als Löhden Talarski rempelte und der zurück foulte. Gelb für beide, Rudelbildung und aus der ging Arman Corovic mit glatt Rot heraus (56.).

Mit den Einwechslungen von Philipp Gödde, Maik Odenthal und später Tarik Kurt kam mehr Druck auf, systematisch war der aber nicht. Da Bocholt nach wie vor geordnet stand, sprang weiterhin nichts Gefährliches aufseiten der Rot-Weißen heraus. Aber dann doch einmal, Odenthal sei Dank, der flankte genau auf Cihan Özkara und der köpfte zum Ausgleich ein (82.). Rot-Weiß drückte, doch Bocholt verteidigte geschickt und lauerte auf die Chance. Die kam für Lars Bleker und der traf (94.) per Konter. Der Hünting stand Kopf.

So haben sie gespielt

1. FC Bocholt: Wenzel; Winking, Buijl, Neustädter, Talarski, Bleker, Bugla (73. Möllmann), Meißner, Corovic, Karagülmaz (80. Sezen), Güll.
RW Oberhausen: Davari; Eggersglüß (60. Gödde), Klaß, Löhden, Herzenbruch, Müller, Twumasi (31. März), Ubabuike (63. Odenthal), Stenzel, Steinmetz (77. Kurt), Özkara.
Tore: 1:0 Talarski (5.), 1:1 Özkara (82.), 2:1 Bleker (94.).
Gelbe Karten: Winking, Talarski – Ubabuike.
Gelb-Rot: Löhden (84.).
Rote Karte: Corovic (56./Tätlichkeit).
Schiedsrichter:
Lars Aarts.
Zuschauer: 2000.

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