Oberhausen. Alex Scheelen fehlt bei Rot-Weiß Oberhausen am Samstag gelbgesperrt. Wer läuft für ihn gegen Verl auf? Trainer Zimmermann hat einige Möglichkeiten.

Einfach ist im Fußball oft schwer: „Wir müssen gucken, dass wir ein Tor schießen und vor allem, dass es das erste ist“, sagt RWO-Trainer Andreas Zimmermann vor der Partie gegen den SC Verl (Samstag, 14 Uhr, Stadion Niederrhein). Dass dies gegen Verl schwer ist, zeigen die nackten Zahlen, aber auch die Spielbeobachtung der Gäste durch Scout Fred Bockholt: „Die können einem so richtig den Spaß verderben.“

Das soll im letzten Heimspiel des Jahres natürlich nicht geschehen. Deswegen brütet Zimmermann mit seinem Co Dirk Langerbein seit Freitagmittag an der Aufstellung. Die personellen Rahmenbedingungen: Felix Herzenbruch ist nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder dabei und für links hinten gebucht. Fehlen wird allerdings Alex Scheelen mit seiner fünften Gelben aus der Partie gegen Rödinghausen. Es wird nicht einfach, Ersatz für den zuletzt so starken Sechser zu finden. Zumal Jörn Nowak als möglicher Ersatz oder in der Innenverteidigung passen muss. Der lange verletzte Abwehrchef kam wegen anhaltender Knieprobleme zuletzt nur zu Kurzeinsätzen und musste auch Mitte der Woche wegen erneuter Beschwerden nach einem Schlag aufs Knie das Training abbrechen. Er wird erneut untersucht.

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Ein Kandidat für Scheelen wäre Robert Fleßers, der damit aus der Innenverteidigung nach vorn rücken müsste und durch Felix Haas ersetzt werden könnte. Hier ist aber noch keine Entscheidung gefallen, zumal sich Zimmermann auch vorstellen könnte, Patrick Bauder neben Ralf Schneider nach hinten zu beordern und dafür Raphael Steinmetz auf die Bauder-Position zu schicken. Denn dies könnte die kreativ-offensiven Momente verstärken, die gegen Verl wahrscheinlich vonnöten sein werden, um den Riegel zu knacken.

Mittelachse ist die einzige Baustelle

Diese Mittelachse ist aber die einzige Baustelle für RWO, ansonsten will sich Zimmermann nicht beklagen. Christoph Caspari kommt immer besser in Schuss, wie auch sein Zuspiel zum dritten Tor gegen Rödinghausen zeigte. Sein Konkurrent Dominik Reinert hat den Atem des Rechtsverteidigers offenbar im Nacken gespürt und zeigt ebenfalls starke Leistungen. Mit Rhys Tyler hat sich sogar ein dritter Kandidat für die rechte Bahn erfolgreich zurück gemeldet.

Wenn über links mit Patrick Schikowski wie gewohnt Dampf gemacht wird, sollen die Lücken gefunden werden, die ein David Jansen nutzen könnte. Nach Zimmermann kann dies auch gern jeder andere machen, Hauptsache drin und Führung.