Oberhausen. . Für die SF Lotte und RWO geht es nicht mehr um die Meisterschaft. Trotzdem dürfte das Duell der beiden starken Mannschaften hitzig ausfallen.

Punkte, Prämien, Prestige und sich präsentieren – unter diesem Motto geht Rot-Weiß die Restrunde in der Regionalliga an. Das dürfte Samstag, 14 Uhr, bei den gastgebenden SF Lotte nicht viel anders aussehen. Die Mannschaft von Ismail Atalan hat zwar eine bislang blitzsaubere Rückrunde hingelegt, dürfte sich nach ziemlich vermurkster Hinserie bei nun 39 Punkten aus 24 Spielen realistisch kaum noch Meisterhoffungen machen. So steht einem offen geführten Schlagabtausch zweier illusionsberaubter Mannschaften der Liga wenig entgegen. Von Lotte, das die Drittliga-Lizenz trotzdem beantragt hat, ist zusätzlich zu erwarten, dass die nach dem 1:1 gewerteten Spiel gegen RW Essen (für die wird wegen eines Dopingfalles 0:2 gewertet) mit Wut im Bauch in die Partie gehen.

RWO-Coach Zimmermann kann stärksten Kader aufbieten

Dass die Statistik der letzten Spiele für die Sportfreunde spricht, dürfte hingegen die Elf von Trainer Andreas Zimmermann motivieren. Die herben Niederlagen in Lotte sowie das 0:1 im Stadion Niederrhein gegen eine schwache Gastmannschaft dürften noch in bester Erinnerung sein. Dieses Bild wollen die Rot-Weißen gerade rücken und natürlich auch ihrem oben angeführten Motto mit den vielen „P“ gerecht zu werden. Zimmermann: „Das wird ein heißer Fight. Lotte hat eine technisch starke Truppe, die flexibel spielen kann.“ Als starke Einzelkönner benennt er die beiden Angreifer Jesse Weißenfels und Bernd Rosinger, Linksfuß Kevin Pires-Rodrigues sowie den unermüdlichen Antreiber Tim Gorschlüter.

Dem kann er bis auf Manuel Schiebener sowie den Langzeitverletzten seinen stärksten Kader entgegen setzen. Ralf Schneider pausierte zwar wegen eines grippalen Infektes zu Beginn der Woche, ist aber seit gestern wieder im Training. So bieten sich Zimmermann mit Schneider links oder zentral, Gökhan Gümüssu oder Raphael Steinmetz sowie Nick Brisevac auf rechts Wahlmöglichkeiten an. „Das ist gut, dass ich mich mit dem kompletten Personal auf den Gegner einstellen kann.“