Oberhausen. Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen tat sich im Niederrheinpokal-Viertelfinale schwer, besiegte den Oberligisten Ratingen aber verdient mit 2:0.

2:0 ist auch gewonnen. Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen erfüllte im Viertelfinale des Niederrheinpokals gegen den Oberligisten Germania Ratingen 04/19 die Pflicht, mehr nicht. Im torlosen ersten Durchgang taten sich die Rot-Weißen gegen defensiv stehende Gäste schwerer als erwartet. Es fehlte die Präzision in den letzten Zuspielen. Zudem hatte Patrick Bauder einen schwachen Tag erwischt und schied dann wegen einer Wadenzerrung nach einer halben Stunde aus. Fortan wurde es etwas besser.

Trainer Andreas Zimmermann hatte die Stammformation der letzten Meisterschaftsspiele wie erwartet ein wenig geändert. Oliver Steurer bekam links in der Viererkette Spielpraxis. Er wird den gelbgesperrten Felix Herzenbruch in der Partie bei Fortuna Düsseldorf II vertreten. Vor der Kette agierte Sinan Kurt neben Alex Scheelen und beackerte die rechte Seite. Dort fehlte Dominik Reinert wegen einer Erkältung. Für Bauder kam dann Sinan Özkara. Er rückte rechts in die Viererkette, Christoph Caspari übernahm die Offensivposition. Kurt spielte nun zentral.

Das sollte sich in der ersten Halbzeit noch nicht in Zählbarem auswirken. Ratingen stand mit zwei Viererketten gut geordnet. Es entwickelte sich eine zähe Partie, in der Rot-Weiß die Lücken suchte, aber nicht fand. Das Sturmtrio mit David Jansen, Raphael Steinmetz und Simon Engelmann rannte sich durchweg fest. Versuche aus der Distanz von Christoph Caspari (29.) oder Scheelen (31.) fanden nicht ihr Ziel.

RWO-Stürmer Steinmetz brach den Widerstand der Ratinger

Mit der Einwechslung von Özkara wurde klar, dass der Schlüssel über die Außenpositionen zu finden war. Özkara flankte dreimal gut ins Zentrum, doch Ratingens starker Torwart Dennis Raschka war zur Stelle. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatten sogar die Gäste. Daniel Keita-Ruel entwischte Felix Haas, drang in den Strafraum vor und bediente Carlos Penan am langen Pfosten. Der zielte aber weiter übers Tor (26.).

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Nach der Pause war mehr Zug im Spiel und das sollte sich schnell auszahlen. Steurer erwischte in der Ratinger Vorwärtsbewegung den Ball und stieß schnell über links durch. Von der Strafraumkante aus bediente er Steinmetz im Zentrum. Der umkurvte einen Gegenspieler und schoss mit links ins lange Eck ein (53.).

Damit war der Widerstand der Elf von Peter Radojewski gebrochen. Sie gab ihren stabilen Riegel auf und versuchte mit dem Mut der Verzweiflung, Chancen zu schaffen. Das misslang, eröffnete den Oberhausenern aber mehr Räume.

Eine Situation nutzte Caspari zu einem Vorstoß über rechts. Steinmetz verlängerte die Flanke mit dem Kopf auf Jansen und der ließ sich aus 12 Metern nicht lange bitte. Mit Wucht donnerte er die Kugel zur Entscheidung ein. Danach wurde es noch ein bisschen hektisch, als Adnan Hotic sein strafstoßwürdiges Foul an David Gügör partout nicht einsehen wollte und wegen Beleidigung des Schiedsrichters den Platz mit Rot verlassen muste. Scheelen scheiterte dann sowohl vom Punkt als auch mit seinem Nachschuss an Ratingens bestem Mann, Torwart Raschka (74.).