Oberhausen. Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen empfängt Freitag, 19.30 Uhr, im Stadion Niederrhein die starke U23 von Fortuna Düsseldorf. Für Trainer Andreas Zimmermann und sein Team gilt es, die postiven Aspekte aus dem Derby bei RWE mitzunehmen. Fehlen wird auf jeden Fall Regisseur Patrick Bauder.

Die Frage ist, wie Trainer und Team es schaffen, aus dem 4:4 in Essen das Positive in die heutige Partie mitzunehmen. Denn mit Fortuna Düsseldorf II empfängt RWO im Stadion Niederrhein (19.30 Uhr) einen Gegner, der es in sich hat. Für beide Mannschaften hat das Spiel richtungsweisenden Charakter.

RWO-Trainer Andreas Zimmer sprach nach dem Remis bei RWE von „einem mittelprächtigen Start.“ Der könnte bei einem Dreier aber immer noch in eine guten umgemünzt werden, denn damit würde Rot-Weiß zum Club der Zweistelligen gehören. Wobei sich keiner dieser Viktoria-Verfolger derzeit anmaßen kann, nach ganz oben zu schielen, wo fünf Siege aus fünf Spielen zu Buche stehen. Also gilt es den Abstand möglichst klein zu halten und dann auf den alljährlichen Absturz des Spitzenreiters zu warten.

Fehlen wird bei diesem Vorhaben heute auf jeden Fall der gesperrte und verletzte Patrick Bauder. Da Zimmermann wie all seine Kollegen dazu tendiert, möglichst wenig an einem nun schon wieder halbwegs funktionierende Gefüge zu ändern, könnte die Stunde von Manuel Schiebener schlagen. Der Neuzugang vom MSV zeigte zumindest in den Testspielen, dass er auf der Position hinter der Spitze einsetzbar ist. Für ihn spräche zudem sein präziser Schuss. Diese Qualität hat aber auch Raphael Steinmetz, ein weiterer Kandidat, aufzuweisen. Ralf Schneider fehlt wegen seiner Sehnenverletzung weiterhin.

In der Offensive wenig zu meckern

Sorgen hat Zimmermann auch die Abwehrleistung im Spiel bei RW Essen gemacht. Vier (wenn auch zum teil glückliche) Gegentore sind auf jeden Fall zu viel, denn Treffer eins und vier entsprangen Unachtsamkeiten der RWO-Defensive. Mit Christoph Caspari und Jörn Nowak ist wegen Trainingsrückstandes und vor allem fehlender Spielpraxis nicht zu rechnen. Gut möglich allerdings ist, dass Tobias Hötte oder Paul Voß für die Innenverteidigung Berücksichtigung finden. Beide haben auf dieser Position zuletzt in der U 23 einiges an Spielzeit gesammelt. Die defensiven Außenpositionen dürften weiter mit Rhys Tyler und Felix Herzenbruch besetzt werden, wobei Herzenbruch hier den wesentlich sicheren Eindruck hinterließ.

Wenig zu meckern gibt es in der Offensive. Patrick Schikowski und zunehmend auch Dominik Reinert machen ihre Sachen über außen stark und finden in der Mitte einen David Jansen, der zunehmend in Torlaune kommt. Das ist das Positive, was sich aus dem RWE-Spiel mit auf den Platz nehmen lässt. Wenn das heute gelingt, bleibt Rot-Weiß mit im Rennen.