Amateurfußball

Die Oberhausener Elf des Jahres fordert RWO heraus

2015 stand eine All-Star-Mannschaft des SV Adler Osterfeld (rote Trikots) der Elf des Jahres (schwarz) gegenüber. Dennis Charlier (obere Reihe, dritter von rechts) war damals schon mit dabei. Bei den All-Stars kickten Altbekannte wie Jörg Lieg, Timo Uster, André Wiwerink oder Javier Lopez mit.

Foto: Fabian Strauch

2015 stand eine All-Star-Mannschaft des SV Adler Osterfeld (rote Trikots) der Elf des Jahres (schwarz) gegenüber. Dennis Charlier (obere Reihe, dritter von rechts) war damals schon mit dabei. Bei den All-Stars kickten Altbekannte wie Jörg Lieg, Timo Uster, André Wiwerink oder Javier Lopez mit. Foto: Fabian Strauch

Oberhausen.   Das Einlagespiel zwischen Oberhausens Elf des Jahres und Regionalligist RWO findet am Dienstagabend um 19 Uhr im Osterfelder Waldstadion statt.

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Die neue Saison ist bereits in vollem Gange, was aber kein Grund ist, die vergangene Spielzeit nicht noch einmal Revue passieren zu lassen. Jedes Jahr wählt die Sportredaktion in Zusammenarbeit mit dem 47 Jahre jungen Oberhausener Kult-Kicker Carsten Kemnitz, der im Augenblick die zweite Mannschaft von Blau-Weiß Oberhausen trainiert, den Trainer und die dazugehörige Elf des Jahres von Oberhausens Amateurfußballern. Und die dürfen sich Dienstag auf einen besonderen Gegner freuen: Um 19 Uhr steht ihnen im Osterfelder Waldstadion Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen gegenüber.

Marcus Behnert oder Michele Lepore? Beide Linienchefs hätten sich diese Auszeichnung definitiv verdient – und deswegen bekommen sie sie auch beide. Dies ist übrigens kein Einzelfall: 2013 haben wir mit Guido Contrino und Thorsten Möllmann ebenfalls schon einmal zwei Trainer nominiert.

Die Elf des Jahres im Einzelnen

Behnert schaffte sensationell mit den A-Junioren von Arminia Klosterhardt den Aufstieg in die Bundesliga. Dafür schenkte ihm sein Verein Vertrauen: Seit dem Sommer trainiert „Behni“ die erste Mannschaft der Grün-Weißen – sein erstes Seniorenjahr als Trainer und das in der Landesliga. Der 34-jährige Deutsch-Italiener Lepore übernahm nach dem Landesliga-Abstieg den SC Blau-Weiß Oberhausen und führte den Verein in die Erfolgsspur zurück – und wie: In seiner ersten Saison in Oberhausen wurde der gebürtige Heilbronner nicht nur Vierter in der Bezirksliga, sondern holte auch den Kreispokal nach einem spannenden Finale gegen Kreisliga-Meister SC 20. Das hatten viele der neuformierten BWO-Mannschaft im Vorfeld nicht zugetraut.

Zwischen den Stangen für die Elf des Jahres steht Efe Özkan, ebenfalls von Blau-Weiß Oberhausen. „Efe ist ein Torwart mit einem Riesen-Potenzial“, sagt sein Trainer über ihn.

Der 27-jährige „Schnapper“ wuchs in einigen Spielern derart über sich hinaus, dass die Gegner an ihm verzweifelten. Vielleicht ja jetzt auch RWO? Vor dem 1,91 Meter großen Torwart steht folgende Abwehrreihe: Dennis Charlier, Kapitän des Landesligisten Spvgg. Sterkrade-Nord oder wie Behnert über ihn sagt: „Die Bank von Sterkrade-Nord.“ Kopfballstark, zweikampfstark, Spielübersicht und torgefährlich – alles Attribute, die auf den 30-Jährigen zutreffen. Dazu die Karabudak-Brüder Sahin und Celal. Letzte Saison noch bei Arminia Klosterhardt, nun beim ambitionierten A-Ligisten FC 72. Behnert: „Die Vorstöße von Celal erinnern mich an die wie einst von Lucio.“

Chris-Evans Pieritz hat sich bei Adler Osterfeld in seiner ersten Seniorensaison schnell zu einer Stammkraft entwickelt. Der 19-Jährige, der bei Rhenania Bottrop ausgebildet wurde, strahlt schon eine unheimliche Ruhe aus.

Ali Khan: Das Gehirn

Im Mittelfeld beginnen wir mit dem defensiv ausgerichteten Marcel Kielczewski. „Er ist flexibel einsetzbar. Ob auf der ‘Sechs’ oder als Außenverteidiger“, weiß Lepore, was er an dem 28-jährigen Eigengewächs der Blau-Weißen hat. In der Zentrale soll Hilal Ali Khan schalten und walten. Beide Trainer schwärmen von dem 26-jährigen Spielgestalter. Behnert: „Für mich ohne Wenn und Aber einer der besten Landesligaspieler überhaupt.“

Lepore: „Ich mag ja intelligente Spieler und ihn zeichnet eine unheimliche Spielintelligenz aus.“ Sascha Knobloch vom Kreisligameister SC 20 wusste ebenso zu überzeugen. Davor soll Ömer Akbel wirbeln. Arminias Offensivmann machte auf sich aufmerksam, als er sich mit einem spektakulären Seitfallziehertreffer gegen Krefeld-Fischeln (3:1) für das Tor des Jahres bewarb.

Vorne im Angriff steht Adlers Torgarantie Tobias Hauner – letzte Saison waren es mal wieder 28 Hütten und 17 Vorlagen. Behnert: „Der spielt so abgezockt wie sein Vater.“ Auch Lepore kennt ihn aus einigen Duellen mit Blau-Weiß: „Unheimlich kaltschnäuzig und auf verschiedenen Positionen einsetzbar.“ Daneben Spielclubs David Möllmann, der mit 60 Treffern in der vergangenen Kreisligasaison einen neuen Torrekord aufstellte. Auf der Bank nehmen erst einmal Abdelaziz Boukdir (Adler) und Timo Hendel (Buschhausen) Platz. Kann diese Elf RWO gefährlich werden?

Wir werden es am Dienstag sehen...

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