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RWO beantragt die Lizenz für die 3. Liga

Rinor Rexha (l.) und Dario Schumacher machten bei RWO jetzt nachhaltig auf sich aufmerksam. Und Philipp Eggersglüß (r.) zeigte, dass er auch Linksverteidiger kann.

Rinor Rexha (l.) und Dario Schumacher machten bei RWO jetzt nachhaltig auf sich aufmerksam. Und Philipp Eggersglüß (r.) zeigte, dass er auch Linksverteidiger kann.

Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Bei Rot-Weiß Oberhausen wächst was zusammen. Und RWO-Präsident Hajo Sommers schickt die Spieler mit guten Aussichten in den Herbst.

Vor einer Woche schon hat Hajo Sommers, Präsident des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, der Mannschaft mitgeteilt, dass der Verein die Lizenz für die Zugehörigkeit zur Dritten Liga beantragen werde. Die Bearbeitung der technischen Seiten des Antrags läuft, der finanzielle Teil ist in Vorbereitung „Und ich habe ihr gesagt“, erinnert sich Sommers im Gespräch mit dieser Zeitung, „dass wir in einer Woche nur noch neun Punkte hinter Viktoria Köln stehen.“

Das ist so gekommen, und Dortmund hat auch nicht gewonnen, sondern sogar verloren – Punktedifferenzen können schnell zusammenschnurren. Bei den Kleeblättern ist nach dem überzeugenden 3:1 über den starken Aufsteiger aus Lippstadt wieder ein gerüttelt Maß an Optimismus eingekehrt. Dazu haben sehr starke Auftritte einzelner Spieler und eine absolut geschlossene Gesamtleistung beigetragen. Zudem: Der Trainer ist von seiner Mannschaft absolut überzeugt: „Säulen wie Patrick Bauder, Jannik Löhden oder Maik Odenthal sind stabiler geworden, um sie herum wachsen andere, und zusammen ist das ein tolles Paket.“

Großartige RWO-Rückkehr von Philipp Gödde

Was alle freut, ist etwa die großartige Rückkehr von Philipp Gödde: Der Mittelstürmer erfuhr erst kurz vor dem Spiel davon, dass er zum Anpfiff auf dem Platz stehen würde und dankte es mit zwei Toren. „Tarik Kurt war natürlich geknickt“, berichtet Terranova, „aber er hat dann als Wechselspieler einen starken Auftritt gehabt, wenn er auch hätte Tore machen müssen.“

Der Trainer glaubt wieder an sein ganz persönliches „Bauchgefühl“, das ihm hin und wieder zu Wechseln oder auch Positionsänderungen rate: „Ich habe mich im Laufe der Saison mehrmals verunsichern lassen. Das weiß ich jetzt, und darum kann ich es auch abstellen.“ Wovon verunsichert? Da spielen sowohl Umfeld als auch Trainer-Lehrgang als auch die damit verbundene zeitweise Abwesenheit eine Rolle. In dieser Woche wird er letztmals fehlen, denn am Montag fliegt er mit dem Lehrgang in die Schweiz. In Nyon sollen die angehenden Fußballlehrer internationale Luft schnuppern und beispielsweise Videoanalysen in englischer Sprache liefern. Kann „Terra“ das? „Of course“, kommt’s spontan zurück.

Doch zurück zu seiner Mannschaft: Dominik Reinert spielte nicht nur am Freitag sehr stark und krönte seine Leistung mit der Superflanke auf Gödde: „Butterweich, das Ding“, attestierte der. Dario Schumacher lieferte einen Kurzeinsatz bester Qualität, schoss zwei Freistöße, einen auf, den anderen unter die Latte. Sensationell! Wer häufiger zum Training geht, fand das nicht, denn da ist das fast Alltag. Es fehlte einfach so’n Ding im Match!

Großes Potenzial drängt bei RWO nach vorn

Und dann wäre da noch Rinor Rexha: Der 19-jährige Kosovare (gebürtiger Düsseldorfer) verrät ebenfalls im Training seit gut sechs Wochen, dass er über unglaubliches Potenrial verfügt, dass er den Übergang vom Junior zum Senior zu schaffen willens und bereit ist. An dem Jungen, der immer mit wohlwollenden 1,71 m gemessen wird, werden die Oberhausener noch Freude haben – er gibt übrigens nicht nur einen pfeilschnellen Flügelstürmer ab, seine eigentliche Heimat ist das offensive Mittelfeld.

Am Samstag geht die Hinrunde mit der Partie beim SC Verl zu Ende. Fest ist jetzt schon: RWO wird Zweiter oder Dritter sein; der Lizenzantrag wird gestellt; es ist noch alles drin! Will man mehr?

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