50 Jahre Bundesliga-Aufstieg

RWO freut sich Samstag auf die alte Garde

RWO Aufstiegsteam von 1969

RWO Aufstiegsteam von 1969

Foto: Privat

Oberhausen.   14 Mitglieder der Aufstiegsmannschaft von 1969 kommen zum 50. Jahrestag zum Spiel gegen Verl. Sie drücken den Jungen fürs Finale die Daumen.

Zufälle gibt’s, da glaubt man, das kann kein Zufall sein. Auf Einladung des SC Rot-Weiß Oberhausen treffen sich Samstag die Bundesliga-Aufsteiger von 1969 zum 50. Jahrestag beim Saisonabschluss gegen Verl. Das sollte eine ruhige Feier älterer Herrschaften werden. Lecker Frühstück, Stadtrundfahrt, Mittagessen im VIP-Zelt, jungen Leuten beim Fußball zuschauen. Und jetzt das: Die 14 RWO-Helden von damals um Kalli Feldkamp und Franz Krauthausen kommen, um bei einem Endspiel um den Drittliga-Aufstieg den Jungs von heute die Daumen zu drücken. Unverhofft kommt oft: Wenn das mal kein gutes Omen ist...

RWO um Präsident Hajo Sommers hatte geladen und fürs Quartier über das Ebertbad im nh-Hotel gesorgt. Wolfgang Feldmann, stellvertretender Vorsitzender vom RWO-Förderverein, hat den Feiertag geplant: „Jetzt ist es natürlich umso schöner, dass wir Bestandteil eines ganz wichtigen Tages für den Verein sind.“

Eine Stadtrundfahrt zu historischen RWO-Orten

Die ersten Ehemaligen reisen Freitag an, Samstag treffen sich alle in der Fankneipe am Stadion zum Frühstück. Danach geht’s per Bus auf Stadtrundfahrt an historische Stätten wie Landwehr oder Styrumer Straße, wo einst der Bürgersteig rot-weiß gestrichen wurde.

Danach geht’s zurück zum Stadion und dann aufs Feld, wo die Recken von damals vor der Partie für ihren historischen Erfolg geehrt werden. Nach dem (hoffentlich siegreichen) Spiel gegen Verl und im bestem Fall dem Aufstieg 2019 in die Dritte Liga geben die Aufsteiger von 1969 vor der neue Emschertribüne auf dem Lothar-Kobluhn-Platz eine Autogrammstunde. Inmitten feiernder Fans, hoffen alle.

Planungen auf vielen Ebenen

Während dieser Festausschuss um Wolfgang Feldmann einen fest geplanten Ablauf hat, ist das bei den aktuell Beteiligten offen. Trainer Mike Terranova und sein Team haben die Trainingswoche eröffnet. Dienstag wird gleich mit zwei Einheiten eingestiegen, um die Grundlagen für dieses spezielle Spiel zu legen. Auch das ist in gewisser Weise plan- und vorhersehbar.

Anders sieht das schon auf der dritten Ebene, der finanziellen, aus. Durch die überaus plötzlich reale Chance, in die Dritte Liga aufzusteigen, müssen in aller Eile Gespräche mit Stadt und Sponsoren geführt werden. Mit der Stadt, um die infrastrukturellen Erfordernisse für Drittliga-Fußball im Stadion Niederrhein abzuklären. Mit Sponsoren, um zum Stichtag 28. Mai, 17 Uhr, einen fehlerfreien und von Banken bestätigten finanziellen Fahrplan im Falle des Aufstieges beim Deutschen Fußball-Bund nachzuweisen.

Zwei Wochen Zeit für das Finanzielle

Vorstand Thorsten Binder: „Wir rotieren eigentlich immer, aber jetzt erst recht. Wir haben maximal zwei Wochen Zeit, um die erforderliche Summe nachzuweisen.“ Dies sei von der Höhe her machbar, erfordere aber intensive Gespräche mit zusätzlichen Werbepartner, Banken oder Menschen sowie juristischen Personen, die Bürgschaften für den Verein leisten wollen. Diese erfordern dann noch die Bestätigung durch Finanzinstitute. Binder: „Wir schaffen das nur mit Hilfe der Stadt und aus der Wirtschaft. Anders geht es nicht.“

Insofern ist das Klinkenputzen für den Vorstand nichts Neues, das war schon immer so: Am Spieltag wird der sportliche Erfolg gefeiert und am nächsten Morgen kommt der Katzenjammer hinzu: Wer soll das bezahlen?

Solche Sorgen liegen Viktoria Köln bekanntlich fern. Die warfen nach der Straelen-Pleite jetzt mal eben den Trainer raus und verpflichteten Jürgen Kohler.

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