FC Schalke 04

Augsburgs Herrlich wertet Geisterspiel als Schalke-Vorteil

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich kann sich vorstellen, dass das Geisterspiel ein Vorteil für Schalke ist.

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich kann sich vorstellen, dass das Geisterspiel ein Vorteil für Schalke ist.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Augsburg.  „Es ist auf Schalke so, dass das Publikum die Mannschaft beflügeln kann“, sagt Augsburgs Trainer Heiko Herrlich. „Genauso ist es andersherum.“

Nachdem er wegen seines Verstoßes gegen die Quarantäne-Regeln im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) nur einen Tribünen-Platz gehabt hat, wird Heiko Herrlich am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN und Amazon live) in der Partie beim FC Schalke 04 an der Seitenauslinie sein Debüt als Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg feiern. „Ich freue mich, dass es auch für mich endlich losgeht“, sagt er während der virtuellen Pressekonferenz am Freitagmittag, lässt sich aber zu keiner einzigen Mimik hinreißen, die diese Freude tatsächlich erahnen lässt.

Ob diese Freude des 48-Jährigen damit zusammenhängt, dass er seine Mannschaft lediglich auf den Gegner, nicht aber auf dessen Fans einstimmen muss? „Es ist auf Schalke so, dass das Publikum die Mannschaft beflügeln kann, wenn diese gut gespielt“, sagt er. „Genauso ist es andersherum: Wenn es nicht läuft, ist das Publikum oft auch sehr kritisch.“ Und das bedeutet? „Jetzt weiß man nicht, ob es für die Mannschaft nach so einer 0:4-Niederlage in Dortmund sogar besser ist. Vielleicht kann sie so befreiter aufspielen.“ Was im Klartext bedeuten soll: Die Fans können ihre Schalker Fußball-Profis nicht stören.

FC Augsburg weiterhin ohne Alfreð Finnbogason

Sein eigenes Team, das in der Rückrunden-Tabelle den letzten Platz einnimmt, hat Heiko Herrlich noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, die Situation nicht zu unterschätzen – und vor allem auch nicht den Gegner. „Die Schalker werden nach dem 0:4 in Dortmund hochmotiviert sein und versuchen, das wieder auszugleichen“, sagt der ehemalige BVB-Stürmer.

Klar: Heiko Herrlich und seine Mannschaft wollen genau das verhindern. Sie wollen, dass die Königsblauen auf ihrer Durststrecke von zuletzt acht Spielen ohne Sieg bleiben, nachdem sie „eine sehr gute Hinrunde gespielt haben und auch sehr gut in die Rückrunde gestartet sind, als sie gleich gegen Gladbach gewonnen haben“, wie der Augsburger Trainer sagt. Daraus habe sich eine Euphorie entwickelt, vielleicht um die Champions-League-Plätze zu spielen. Verpuffte Schalker Träume. Und Heiko Herrlich, der weiterhin auf Alfreð Finnbogason verzichten muss (Knieprobleme), will auf jeden Fall verhindern, dass ausgerechnet er und seine Fußballer dafür verantwortlich sein werden, dass das königsblaue Gefühl ein besseres wird. „Wir werden alles versuchen, um einen Punkt mitzunehmen“, sagt er. „Oder drei.“

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