Schalke

Diese Schalke-Verträge enden 2020 - das ist die Tendenz

Bleiben sie auf Schalke? Die Verträge von Alexander Nübel (l.) und Benjamin Stambouli (r.) enden im Sommer 2020.

Bleiben sie auf Schalke? Die Verträge von Alexander Nübel (l.) und Benjamin Stambouli (r.) enden im Sommer 2020.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Amine Harit hat beim FC Schalke 04 verlängert. Doch was ist mit den übrigen Profis, deren Verträge 2020 auslaufen? Hier ist eine Übersicht!

In aller Stille hat Jochen Schneider, Sportvorstand des FC Schalke, seine erste große Vertragsverlängerung perfekt gemacht. Vor einem Bild von Schalkes rustikaler Abwehr-Legende Rolf Rüssmann unterschrieb Spielmacher Amine Harit einen bis zum 30. Juni 2024 gültigen Vertrag. Für die Fans von Königsblau ist dies ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

Doch die Arbeit endet für Schneider nicht mit Harits Unterschrift. Fünf Verträge enden am Saisonende. Hier ist die Schalke-Übersicht:

  • Alexander Nübel: Ein neues Angebot hat Schalke dem talentierten Torwart längst vorgelegt. Jochen Schneider sagte dieser Zeitung dazu: "Ich habe klar gesagt: Ich würde mich sehr freuen, wenn Alex bei uns einen neuen Vertrag unterschreibt. Und wenn es im Mai 2020 ist, dann wäre das für uns auch okay. Wir geben ihm ganz bewusst die Zeit. Ich möchte niemandem Entscheidungen unter Druck abverlangen. Das muss immer aus Überzeugung geschehen." Tendenz für eine Verlängerung: 50:50. Da der FC Bayern den Vertrag mit Manuel Neuer wahrscheinlich verlängert, sind Schalkes Chancen gestiegen.
  • Benjamin Stambouli: Der ehemalige Sportvorstand Christian Heidel holte Stambouli im Sommer 2016 von Paris St. Germain nach Gelsenkirchen. Nachdem es für Stambouli im ersten Jahr unter Trainer Markus Weinzierl gar nicht lief, steigerte er sich von Jahr zu Jahr. Er überzeugte nicht nur sportlich. Die Fans schlossen den sympathischen Franzosen, der sich schnell auf Deutsch verständigen konnte, ins Herz. "Ich fühle mich sehr gut hier", sagte Stambouli über einen möglichen neuen Vertrag. Not auf der Innenverteidiger-Position hat Schalke aber nicht: Ozan Kabak (Vertrag bis 2024), Matija Nastasic und Salif Sané (jeweils bis 2022) stehen noch langfristig unter Vertrag. Tendenz für eine Verlängerung: 60:40.
  • Jonjoe Kenny: Auf Leihbasis steht Rechtsverteidiger Jonjoe Kenny bis zum Saisonende unter Vertrag - danach kehrt er in die Premier League zum FC Everton zurück. Eine Kaufoption hat Schalke nicht. „Everton ist der Verein meiner Kindheit. Ich schulde jedem dort, der mir geholfen hat, großen Dank, weil ich schon als kleiner Junge dort war und den Klub liebe“, sagte Kenny. Schalke würde Kenny gern halten, die Chancen sind aber eher gering. Tendenz für eine Verlängerung: 30:70.
  • Daniel Caligiuri: Die Schalke-Fans kürten Daniel Caligiuri in der vergangenen Saison zum "Spieler des Jahres" - er war einer der wenigen Gewinner der verkorksten Vorsaison. Nun endet der Vertrag des 31-Jährigen am Saisonende. "Ich fühle mich hier sehr wohl. Schalke ist mein erster Ansprechpartner. Ich habe gute Jahre auf Schalke gehabt und nie Scheiße gebaut", sagte Caligiuri. Ob er aber wirklich bleibt, erscheint offen. Tendenz für eine Verlängerung: 40:60.
  • Fabian Reese: Schalke hat den Offensivspieler bereits an den Karlsruher SC und die SpVgg Greuther Fürth verliehen - eine Chance bei den Königsblauen bekam er aber nicht. Maximal reicht es für einen Platz im 20-Mann-Kader. Eine Vertragsverlängerung ist unwahrscheinlich. Tendenz für eine Verlängerung: 5:95.
  • Bastian Oczipka: Der Linksverteidiger kam im Juli 2017 für 4,5 Millionen Euro vom nächsten S04-Gegner Eintracht Frankfurt. Seitdem ist er Stammspieler, ohne allerdings jemals zu den unverzichtbaren Stützen gehört zu haben. Pech für Oczipka, der im Januar seinen 31. Geburtstag feiert: Sein Nachfolger ist bereits da. Der Spanier Juan Miranda steht auch in der kommenden Saison auf Leihbasis bei den Königsblauen unter Vertrag. Tendenz: 25:75.

In der Winter-Transferperiode im Januar 2020 wird sich Schneider auf Schalke aber nicht nur um diese Verträge kümmern. Schalke würde Reese ebenso wenig Steine in den Weg legen wie Steven Skrzybski und Nabil Bentaleb (beide Vertrag bis 2021).

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben