FC Schalke 04

Schalke: Omar Mascarell früher als geplant in Gelsenkirchen

Schalkes Kapitän Omar Mascarell – hier gegen den Mainzer und ehemaligen Schalker Ádám Szalai (links) – ist wegen der Corona-Pandemie früher als geplant nach Gelsenkirchen zurückgekehrt.

Schalkes Kapitän Omar Mascarell – hier gegen den Mainzer und ehemaligen Schalker Ádám Szalai (links) – ist wegen der Corona-Pandemie früher als geplant nach Gelsenkirchen zurückgekehrt.

Foto: Thomas Frey / dpa

Gelsenkirchen.  „Die Situation im Land ist sehr angespannt für alle“, sagt Schalkes Spanier Omar Mascarell. Er ist früher als geplant wieder in Gelsenkirchen.

Die Lage ist wegen der Corona-Pandemie in Spanien dramatischer als in Deutschland. Und deshalb ist Omar Mascarell, der Kapitän des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, auch früher als geplant von seiner Heimatinsel Teneriffa wieder nach Gelsenkirchen zurückgekehrt.

„Die Situation im Land ist sehr angespannt für alle“, sagt der 27-Jährige im Interview auf schalke04.de, der zwei Wochen auf der Kanarischen Insel gewesen ist. „Ich habe den ganzen Tag mit meiner Mutter und meinem Bruder zu Hause verbracht, da wir in Spanien nur aus sehr guten Gründen – wie dem Besuch des Supermarktes oder einer Apotheke – das Haus verlassen dürfen.“

Omar Mascarell: „Es geht mir von Tag zu Tag besser“

Auf Teneriffa hat Omar Mascarell nach seiner schweren Adduktorenverletzung, die er im Februar erlitt, individuell trainiert – wie seine Schalker Teamkollegen zu Hause im Homeoffice. „Ich war fast täglich mit unserer medizinischen Abteilung im Austausch“, erzählt er. „Sie hat mir einen Trainingsplan erstellt, an den ich mich mit Hilfe meines Reha-Trainers detailliert gehalten habe.“ Und wie ist der Heilungsverlauf? „Es geht mir von Tag zu Tag besser“, antwortet Omar Mascarell. „Das ist ein sehr gutes Zeichen. Das stimmt mich glücklich und optimistisch.“

Omar Mascarell ist aber auch aus einem anderen Grund ein bisschen glücklich nach Deutschland zurückgeflogen. Und das liegt daran, dass er und seine Mannschaftskameraden auf Teile ihres Gehaltes verzichten, um die mehr als 600 Mitarbeiter des Vereins unterstützen zu können, solange sich diese wegen der Coronavirus-Krise in Kurzarbeit befinden und deshalb Einbußen hinnehmen müssen. Eigentlich. „Diese Aktion macht mich einmal mehr stolz, Teil dieses großartigen Teams und dieses einzigartigen Vereins zu sein“, sagt Omar Mascarell.

Omar Mascarell: „Wir sind schnell auf eine gemeinsame Lösung gekommen“

„Jeder hier im Klub hat die Situation schnell verstanden und war bereit zu helfen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass uns das alles noch enger zusammenschweißt – falls das überhaupt möglich ist – und wir stärker aus dieser Situation herauskommen werden.“

Dabei habe er als Kapitän auch überhaupt keine Überzeugungsarbeit zu leisten brauchen. „Jeder Spieler“, berichtet er, „hat verstanden, in welcher Situation wir uns alle befinden. Wir sind schnell auf eine gemeinsame Lösung gekommen. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“ (AHa)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben