Schalke

Schalke: Rönnow macht das Rennen - so reagierte Fährmann

Schalkes neue Nummer eins: Frederik Rönnow.

Schalkes neue Nummer eins: Frederik Rönnow.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalkes Torwart-Frage ist entschieden: Der neue Stammtorwart heißt Frederik Rönnow. Ralf Fährmann muss sich wieder mit der Ersatzrolle begnügen.

Am Samstag um 14.30 Uhr bestätigte der FC Schalke 04 mit der Veröffentlichung des Aufstellungsbogens das, was diese Redaktion schon am Freitag exklusiv vermeldet hatte: Frederik Rönnow ist der neue Stammtorwart des Fußball-Bundesligisten, Ralf Fährmann muss sich mit der Rolle als Nummer zwei begnügen. Dass Schalke anschließend das Spiel gegen den VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:2) verlor, lag an einem nicht: Rönnow.

Mehr News und Hintergründe zu Schalke 04:

In zwei Szenen stand der 28-jährige Däne goldrichtig - in der 20. Minute tauchte Renato Steffen frei vor seinem Tor auf, scheiterte aber an Schalkes Torwart. Die Szene in der 63. Minute war ähnlich: Diesmal stand Wout Weghorst drei Meter vor Schalkes Tor ganz frei, wieder reagierte Rönnow stark. Ohne ihn hätte Schalke noch höher verloren.

Trainer Manuel Baum verriet nach dem Spiel, was für Rönnow sprach: "Es gab abschließend nur einen Grund: Freddy hat in den Spielen, in denen er gehalten hat, gut gehalten." Da lag Baum richtig: Rönnow stand in der zweiten Halbzeit des Spiels bei RB Leipzig (0:4) zwischen den Pfosten, zudem in den Partien gegen Union Berlin (1:1), Stuttgart (1:1) und eben Wolfsburg - sowie bei der 0:3-Derbyklatsche bei Borussia Dortmund. Nie enttäuschte er.

Schalke: Fährmann war enttäuscht

Für Fährmann aber ist es der nächste heftige Rückschlag. Im Januar 2019 hatte ihn Ex-Trainer Domenico Tedesco durch Alexander Nübel ersetzt. Im Sommer 2019 floh er deshalb nach England - auf Leihbasis. Doch weder bei Norwich City (Hinrunde) noch in der Rückrunde in Norwegen bei Brann Bergen konnte er Spielpraxis sammeln. In Norwich konnte er Stammkeeper Tim Krul nicht verdrängen, in Norwegen wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie gar nicht erst begonnen. Fährmann, der auf Schalke bis 2023 unter Vertrag steht, kämpfte sich dann auf Schalke zurück und wurde von Ex-Trainer David Wagner zur Nummer eins ernannt. Selbstverständlich war das nicht, Schalkes Wunschkandidat für die Torwartposition war Alexander Schwolow, der dann aber vom SC Freiburg zu Hertha BSC wechselte.

Zweieinhalb Spiele bestritt Fährmann als Nummer eins - in München (0:8), gegen Werder Bremen (1:3) und die erste Halbzeit in Leipzig (0:4). Unmittelbar vor dem Leipzig-Spiel hatte Schalke Frederik Rönnow von Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Der ersetzte in Leipzig den verletzten Fährmann - und ist nun die Nummer eins.

Schalke-Trainer Baum: "Ralf hat weiter Gas gegeben"

"Dass das Gespräch kein angenehmes war, davon kann man ausgehen", sagte Trainer Manuel Baum. Über Fährmann sagte er nur Positives: "Er ist da professionell mit umgegangen. Dass er sehr enttäuscht war, ist normal und gut. Das Wichtige war die Reaktion im Training - und da haben wir nicht gemerkt, dass er den Kopf runternimmt. Im Gegenteil: Der hat weiter Gas gegeben."

Auch das passt zu Fährmann: In Schalkes Profikader gibt es nicht viele, die sich so mit Schalke identifizieren wie die Torwart.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben