Schalke 04

Schalke: „Team Basti“ verliert Derby gegen „Team Andy“

Tennisprofi und BVB-Fan Andreas Mies (Zweiter von links) trat gegen Schalkes Verteidiger Bastian Oczipka (Zweiter von rechts) in einer Challenge an. Beide hatten geistig behinderte Fußballer in ihren Teams. Auch die Maskottchen Emma und Erwin waren mit von der Partie.

Tennisprofi und BVB-Fan Andreas Mies (Zweiter von links) trat gegen Schalkes Verteidiger Bastian Oczipka (Zweiter von rechts) in einer Challenge an. Beide hatten geistig behinderte Fußballer in ihren Teams. Auch die Maskottchen Emma und Erwin waren mit von der Partie.

Foto: Foto: T. Tartemann

Gelsenkirchen.  Schalkes Profi Bastian Oczipka konnte seinen Heimvorteil nicht nutzen. Mit seinem „Team Basti“ unterlag er knapp gegen das BVB-„Team Andy“.

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Zum Revierderby im Kleinformat trafen sich Schalkes Profi Bastian Oczipka und Tennisprofi Andreas Mies in Gelsenkirchen. Mies ist seit seinem sechsten Lebensjahr Fan von Schalkes Ruhrpott-Rivale Borussia Dortmund und Tennis-Botschafter von Special Olympics Nordrhein-Westfalen. Bastian Oczipka ist für die Special Olympics NRW seit über einem Jahr als Fußball-Botschafter tätig. So verabredeten sich die beiden Sportler zu einem lockeren Wettkampf.

Oczipka stellte sich an seinem trainingsfreien Montag für die Challenge zur Verfügung und absolvierte vor dem Duell mit Mies eine 90-minütige Trainingseinheit mit 45 Förderschülern aus Gelsenkirchen und Umgebung. Das Training wurde in Zusammenarbeit zwischen den Special Olympics NRW und der vereinseigenen Organisation „Schalke hilft!“ durchgeführt. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Kids hatten überhaupt keine Berührungsängste. Sie sind sofort auf einen zugekommen, haben Fragen gestellt, Fotos gemacht und mich herzlich umarmt. Es gab keine Distanz“, so Familienvater Oczipka.

Schalke: Oczipka fordert Mies zu einer Challenge heraus

Der Schalker Abwehrspieler hatte 2019-French-Open-Sieger Mies über soziale Netzwerke zu einer Challenge herausgefordert. Mies nahm die Herausforderung an und wurde beim Betreten der Halle mit Buhrufen von einigen Kids empfangen. Allerdings hatte Mies auch viele BVB-Sympathisanten unter den 45 Kindern, so dass er beim Torwandschießen, Fußballtennis, Lattenschießen, Elfmeterschießen und kurzem Spiel auf große Tore auch Unterstützung bekam. „Die Stimmung war richtig gut, die Kids haben prima angefeuert. Ich habe mein Team erst unmittelbar vor dem Beginn der Challenge kennengelernt und mich natürlich als Außenseiter gesehen, auch wenn ich ganz ordentlich Fußball spiele“, bilanzierte Mies.

Beim Torwandschießen traf Mies rechts unten, während Bastian Oczipka scheiterte. Auch beim Lattenschießen hatte der Tennis-Star das richtige Gespür. Sein Schuss klatschte ans Aluminium, Oczipkas Ball flog ins Netz. Das Fußball-Tennis, bei dem auch die Maskottchen Erwin und Emma mit ihren großen Schuhen auf dem Feld standen, siegte das „Team Basti“ 7:4. Im Elfmeterschießen trafen Oczipka und Mies jeweils einmal, der Rest aus ihrem Team, das jeweils drei geistig behinderte Athleten und die beiden plüschigen Vereins-Maskottchen bildeten, schoss Fahrkarten. Im Schluss-Spiel auf große Tore gingen die Borussen in Führung, bevor Bastian Oczipka mit einem Flachschuss der Ausgleich gelang. In der engen Partie lag das „Team Andy“ kurz vor Schluss wieder mit einem Tor vorne. Schalke war im Angriff, drückte auf den Ausgleich, als das Spiel plötzlich abgepfiffen wurde. Bastian Oczipka: „Der Schiedsrichter hat deutlich zu früh abgepfiffen. Wir waren mitten im Angriff und hätten noch den Ausgleich geschafft.“ Am Ende ging die Unified Challenge mit 9:8 an die Borussen.

Im Februar 2020 gibt es den Rückkampf, dann allerdings in der Sportart Tennis. Bastian Oczipka hat bereits angekündigt, unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Winter-Trainingslager mit Schalke 04 Tennis-Stunden zu nehmen. „Ich werde mir einiges einfallen lassen“, sagt Oczipka mit einem Augenzwinkern. Andreas Mies freut sich bereits auf die zweite Auflage gegen „Team Basti“: „Wer so eine Challenge gewinnt, ist zweitrangig. Viel wertvoller ist, dass wir Kinder glücklich gemacht haben. Es ist faszinierend, dass der Sport diese Inklusion schafft und die Menschen verbindet“, stellte Andreas Mies fest.

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