FC Schalke 04

Schalke-Vorstand Schneider teilt gegen Marokko-Trainer aus

Schalkes Sportvorstand Schneider beim WAZ-Interview in Gelsenkirchen.

Schalkes Sportvorstand Schneider beim WAZ-Interview in Gelsenkirchen.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Marokkos Nationaltrainer hat Schalke-Star Amine Harit (22) heftig kritisiert. Das lässt Sportvorstand Jochen Schneider nicht auf sich sitzen.

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Amine Harit ist der große Gewinner der laufenden Schalke-Saison. Unter David Wagner ruft der junge Offensivspieler sein großes Potential ab. Fünf Tore erzielte der 22-Jährige schon in der Bundesliga, legte zudem zwei weitere Treffer auf. Dazu sprüht der Edeltechniker vor Spielfreude. Bei den Königsblauen ist er unentbehrlich geworden. Im Nationalteam Marokkos ist das aber nicht der Fall. Marokkos Nationaltrainer Vahid Halihodzic nominierte Harit überraschenderweise nicht für die beiden Afrika-Cup-Quali-Spiele gegen Mauretanien und Burundi. Auf einer Pressekonferenz griff er den Schalker Überflieger sogar verbal an: "Harit hat eine Gelegenheit bekommen und gespielt. Ich war mit seiner Leistung und seinem Engagement nicht zufrieden. Seitdem er hier ist, hat er noch nichts gezeigt", wurde Halihodzic zitiert.

Diese harte Kritik haben auch die Schalker Verantwortlichen registriert. Sportvorstand Jochen Schneider nahm seinen derzeit besten Offensivmann in Schutz. "Das gehört sich nicht! Ich lasse es nicht zu, dass sich jemand so schlecht über einen Spieler von Schalke 04 äußert!“, sagte Schneider gegenüber der Bild-Zeitung. Aus sportlichen Gesichtspunkten könne er die Nichtberücksichtigung Harits und die Kritik ohnehin nicht nachvollziehen: "Es ist total unverständlich, dass er derart negativ über einen seiner besten Spieler spricht. Amine ist in einer überragenden Form, er kann den Unterschied machen und Spiele entscheiden. Amine hat bei uns die Kurve gekriegt, weil er es unbedingt wollte – er hat Eigeninitiative gezeigt!“

Schneider hinterfragt die Methoden des Trainers

Der Gelsenkirchener Sportchef glaubt, dass Marokkos Trainer Halilodzic die Ursache für die durchwachsenen Leistungen der Nationalmannschaft sei. Nur vier der letzten zehn Länderspiele konnte Marokko gewinnen. "Vielleicht sollte Herr Halilhodzic sich Gedanken machen, wie er bei der Nationalmannschaft eine Atmosphäre schafft, dass seine Top-Spieler auch Top-Leistungen abrufen, anstatt sich öffentlich über sie zu äußern", erklärte Schneider.

Im September und Oktober wurde Harit noch nominiert. Gegen Burkina Faso und Libyen spielte der Schalker rund eine Stunde, gegen den Niger blieb er ohne Einsatz und im vergangenen Spiel gegen Gabun reichte es lediglich zu einem Kurzeinsatz über zehn Minuten.

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