Schalke 04

Schalke-Trainer Wagner: "Coutinho kenne ich gut genug"

Schalkes Trainer David Wagner weiß, was am Samstag auf seine Mannschaft zukommt.

Schalkes Trainer David Wagner weiß, was am Samstag auf seine Mannschaft zukommt.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Wenn die Bayern am Samstag nach Schalke kommen, darf Neuzugang Coutinho ruhig schon dabei sein. S04-Trainer Wagner: „Den kenne ich gut genug.“

Mit dieser Frage hatte David Wagner wirklich nicht gerechnet – wahrscheinlich empfand er sie sogar als unpassend: Ob er, der Schalker Trainer, in dieser Woche denn noch einmal mit seinem Kumpel Jürgen Klopp telefonieren werde, um sich vor dem Schalker Spiel am Samstag gegen die Bayern spezielle Informationen über die neueste Münchener Erwerbung Philippe Coutinho einzuholen?

Man muss wissen: Coutinho hat unter dem Trainer Klopp früher beim FC Liverpool gespielt, aber auch Wagner war ja in der englischen Premier League bei Huddersfield Town nicht so ganz weit weg vom Schuss. Also lachte der Schalker Trainer bei der Frage nach Coutinho laut auf und antwortete: „Den kenn’ ich gut genug...“

Er wird seine Mannschaft darauf vorbereiten, dass die Bayern sich vor dem Top-Spiel auf Schalke am Samstagabend (18.30 Uhr) noch einen zusätzlichen Top-Spieler gegönnt haben: „Ich freue mich auf einen weiteren Superstar in der Arena, wenn Coutinho denn dabei ist.“

Höwedes traf gegen Alonso-Bayern

Vor ziemlich genau fünf Jahren, am 30. August 2014, hatte es auf Schalke schon einmal ein ähnliches Tam-Tam um eine damalige Bayern-Neuerwerbung gegeben: Damals feierte der tags zuvor erst verpflichtete Spanier Xabi Alonso im Top-Spiel in der Arena sein Bundesliga-Debüt. Xabi Alonso spielte stark, aber am Ende war Schalke zufrieden, weil die Blauen ein 1:1-Unentschieden mitnahmen. Torschütze war Benedikt Höwedes. Es war der bislang letzte Punkt, den Schalke in der Arena gegen Bayern erobern konnte, in den vergangenen vier Jahren danach gab es vier Heimniederlagen.

Vor dem Spiel am Samstag hoffen die Schalker jetzt wieder, dass die Negativserie abreißt: Das 0:0 zum Bundesligastart in Mönchengladbach hat gezeigt, dass die Schalker Mannschaft jetzt zumindest wieder bereit ist, sich zu wehren. Und das 2:2 der Bayern gegen Berlin bewies, dass auch für eine Mittelklasse-Mannschaft an einem guten Tag gegen den Meister etwas zu machen ist. „Vor den Bayern werden wir uns auch nicht verstecken“, verspricht Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether: „Gut zu verteidigen, wird wichtig sein, dann kann man den einen oder anderen Konter ausspielen. Man hat ja gesehen, dass sie verwundbar sind. Vielleicht kann man das auch mal ausnutzen.“

Schalke hofft auf einen Sahne-Tag in der ausverkauften Arena. Und die Fans sind gespannt auf das, was das Team unter David Wagner schon zu bieten hat.

Erst am Anfang der Entwicklung

Der neue Trainer weist immer wieder darauf hin, dass die Mannschaft bisher erst am Anfang ihrer Entwicklung ist: Beim Spiel Mönchengladbach stimmte vieles in der Defensive, angefangen von der Balleroberung bis hin zum Teamgeist. Dass die Gladbacher in der ersten Halbzeit eigentlich keine zwingende Torchance hatten, darf als bemerkenswert verbucht werden. Umgekehrt hatte Schalke aber auch in der zweiten Halbzeit zu wenig Spielkontrolle und kaum noch Entlastungsangriffe. Das Spiel nach vorne hakt noch, oder wie es Wagner ausdrückt: „Da muss noch extrem viel passieren, aber das ist auch normal.“

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Wagners Ziel ist es, dass Schalke sich mit seinem Fußball nicht so sehr am Gegner orientiert, sondern den eigenen Spielstil durchbringt. Und das gilt auch gegen die Bayern, wie der Trainer nochmal betont: „Wenn ich sage, dass wir unabhängig vom Gegner sein wollen, dann meine ich auch gegen jeden Gegner. Nichtsdestotrotz beeinflusst der Gegner natürlich auch das Spiel, denn der hat ja auch eine Idee.“ Aber konkret auf das Bayern-Spiel schiebt er nach: „Wir sollten schon auch wieder die Sachen sehen, die wir uns vornehmen. Da ist es egal, ob es Bayern München ist oder wer auch immer, und es ist egal, ob auswärts oder zu Hause.“

Und egal, ob Coutinho spielt oder nicht.

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