Bundesliga

Stevens lässt kein gutes Haar an Kölns neuem Trainer Gisdol

Stevens prophezeit Markus Gisdol eine schwere Zeit als Trainer beim 1. FC Köln.

Stevens prophezeit Markus Gisdol eine schwere Zeit als Trainer beim 1. FC Köln.

Foto: dpa

Köln.  Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens hätte eine andere Lösung für den 1. FC Köln bevorzugt. Der neue Geschäftsführer kommt dagegen gut weg.

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Markus Gisdol ist gerade mal 24 Stunden offiziell Trainer des 1. FC Köln, da äußern sich schon die Zweifler an der Verpflichtung des 50-Jährigen. Und kritische Worte kommen ausgerechnet von einem Bekannten Gisdols: Huub Stevens, unter dem er in der Bundesligasaison 2011/2012 bei Schalke 04 assistiert hat. „Ich weiß nicht, ob es mit ihm und dem FC passt“, sagte Stevens dem Express. „Ich denke, dass er kein Trainer ist, der die nächsten drei, vier Jahre in Köln arbeiten wird.“

Deutliche Worte von Schalkes Jahrhunderttrainer über den Nachfolger von Achim Beierlorzer, der wiederum am Dienstag beim Liga-Rivalen FSV Mainz 05 angeheuert hat. Die Kölner, mit sieben Punkten aus elf Spielen nur 17. in der Bundesliga-Tabelle, hatten sich nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim am letzten Spieltag vor der Länderspielpause von Beierlorzer getrennt. Am Montag wurden dann Markus Gisdol und Sport-Geschäftsführer Horst Heldt als neues verantwortliches Duo am Geißbockheim eingestellt.

Stevens über Gisdol: "Es entstand einfach kein Vertrauensverhältnis"

An Gisdol hat Stevens allerdings keine allzu guten Erinnerungen: „Bei Schalke wollte er einfach in der kurzen Zeit zu viel. Zudem hat er hinter meinem Rücken schlecht über mich gesprochen. Es entstand einfach kein Vertrauensverhältnis“, erzählte der 65-Jährige, der noch immer im Aufsichtsrat des FC Schalke 04 sitzt. „Als ich in Hoffenheim angefangen habe, waren die Verantwortlichen dort nicht so gut auf ihn und seine Arbeit zu sprechen.“

Für den FC hätte sich Stevens, der 2004/2005 auch in der Domstadt Trainer war, eine andere Lösung gewünscht: „Ich hätte an Pal Dardais Stelle die Chance genutzt und den Job übernommen.“ Alle Hoffnung sei jedoch für den Bundesliga-Vorletzten jedoch auch mit Gisdol nicht verloren. Stevens: „Vielleicht hat er aus seinen Entlassungen ja gelernt, außerdem muss er sich beweisen. Ich hoffe für Köln, dass er die Kurve kriegt und mit dem FC die Klasse hält, denn ich bin weiterhin der Meinung, dass mit der Truppe mehr drin ist.“

Schalkes Jahrhunderttrainer hofft, dass Heldt aus den Fehlern in Hannover gelernt hat

Weitaus entspannter betrachtet Stevens die Verpflichtung von Horst Heldt, der die Rolle von Armin Veh übernimmt. Auch mit dem 49-Jährigen arbeitete Stevens einst auf Schalke zusammen. „Horst war FC-Profi, liebt die Stadt und den Karneval. Ich denke, dass er sich mit dem Verein identifizieren kann, und hoffe, dass er aus den Fehlern bei seiner letzten Station Hannover gelernt hat.“ (ab)

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