Russland

Tedesco fliegt und greift die russischen Schiedsrichter an

Der ehemalige Schalke-Trainer Domenico Tedesco sitzt nun auf der Bank von Spartak Moskau.

Der ehemalige Schalke-Trainer Domenico Tedesco sitzt nun auf der Bank von Spartak Moskau.

Foto: Getty

Essen.  Der ehemalige Schalke-Trainer Domenico Tedesco musste im Derby auf die Tribüne. Denn: Er ärgerte sich über einen Elfmeter gegen Spartak Moskau.

Wenn Domenico Tedesco am Spielfeldrand steht, können die Emotionen schon mal Purzelbäume schlagen. Das kennen die Schalker. Das kennen mittlerweile auch die Fans von Spartak Moskau, den russischen Erstligisten, den Tedesco derzeit trainiert.

Denn beim 1:1 im Derby gegen Lok Moskau tobte der 34-Jährige am Spielfeldrand, schimpfte mit dem Schiedsrichter nach einem aus seiner Sicht unberechtigten Strafstoß gegen seine Mannschaft, der anschließend zum Ausgleich führte. Die Folge: Gelb-Rot für Tedesco, der Trainer musste auf die wegen der Corona-Krise leere Tribüne.

Tedesco ärgert sich über die Schiedsrichter: „Sie killen uns jedes Spiel“

Nach der Partie ärgerte sich Tedesco auf der Pressekonferenz immer noch, kritisierte die Schiedsrichter. „Ich habe einen großen Respekt vor den Schiedsrichtern. Normal spreche ich da nicht drüber. Aber ich hoffe, dass sie auch Respekt für unseren Job haben“, erklärte Tedesco. „Es ist ein Derby. Es gibt viele Emotionen, wir wollten zeigen, dass wir bereit sind gegen eines der besten russischen Teams. Wir haben gut begonnen, wir haben sie laufen lassen. Dann haben wir die Führung erzielt und den Ausgleich per Elfmeter kassiert. Niemand kann mir sagen, ob es ein Elfmeter ist oder nicht“, sagte der ehemalige Schalke-Trainer.

„Warum pfeifen sie nicht bei uns“, fragte Tedesco. „Es gab ähnliche Situationen. Ich könnte das fortführen. Das ist der Punkt. Ich kann das nicht verstehen. Sie killen uns jedes Spiel. Und ich habe nur gesagt, es ist kein Foul. Ich habe keine Beleidigungen ausgesprochen, das würde ich nie machen.“

Tedesco arbeitete von 2017 bis 2019 auf Schalke

Tedesco steht mit seiner Mannschaft derzeit auf dem achten Tabellenrang, Lok Moskau ist Zweiter. Von 2017 bis 2019 arbeitete er beim FC Schalke. Nach einer grandiosen ersten Saison folgte der Absturz. (las)

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