Fussball

Umfrage: Ein Drittel der Fans ist für einen Saisonabbruch

Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund: Auch sie warten auf die Fortführung der Bundesliga nach der Coronakrise.

Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund: Auch sie warten auf die Fortführung der Bundesliga nach der Coronakrise.

Foto: dpa

Essen.  Die Fußball-Bundesliga pausiert wegen der Corona-Pandemie noch bis 30. April. Die Fans haben klare Vorstellungen, wie es danach weitergehen soll.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und mit ihnen die 36 Profiklubs arbeiten an einer Lösung, wie die Saison nach Beendigung der Unterbrechung infolge der Corona-Pandemie fortgeführt kann. Ihre klare Position: Die Spielzeit muss unter allen Umständen beendet werden, notfalls mit dem Mittel der Geisterspiele, damit die letzten TV-Gelder fließen und einigen Klubs die Existenz gesichert wird. Bei einer repräsentativen Umfrage unter den Fans ist die Meinung allerdings nicht so klar.

Nielsen Sports hat sich unter den Anhängern erkundigt, wie sie sich das Ende der Spielzeit vorstellen. Das Ergebnis: Ein Drittel der Fußballfans ist der Umfrage zufolge für einen sofortigen Saisonabbruch in der Bundesliga.

Knapp die Hälfte der Fans würde sich mit Geisterspielen anfreunden

Allerdings möchten 65 Prozent der befragten Fußballinteressierten, dass die laufende Saison auch zu Ende gespielt wird, 45 Prozent würden sich mit den sogenannten Geisterspielen anfreunden.

Die Meinungsumfrage wurde vor der Mitgliederversammlung der DFL in Frankfurt durchgeführt. Die Sitzung der 36 Klubvertreter fand am Diestag statt. Dort wurde beschlossen, den Spielbetrieb in der Bundesliga und der Zweiten Liga wegen der schwerwiegenden Auswirkungen des Coronavirus zunächst bis zum 30. April weiter auszusetzen. Wie es danach weitergehen soll, ist noch offen.

Die Saison in der Bundesliga ist bis mindestens 30. April unterbrochen

Die Klubs halten allerdings an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Corona-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen. Sollte die Saison über diesen Termin hinausgehen, würden die zum 30. Juni auslaufenden Verträge für Komplikationen sorgen. Die DFL hält sich verschiedene Modelle für einen Abschluss der derzeit ausgesetzt Saison 2019/2020 offen.

Mit dem Vorhaben, die restlichen Partien notfalls ohne Zuschauer austragen zu wollen, wollen die Klubs sicherstellen, dass die letzte Tranche aus dem Verkauf der Fernsehrechte für die Saison überwiesen wird. Eine medizinische Task Force soll in den nächsten Wochen entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. (fs/dpa)

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