Schalke 04

Uth über Schalke-Verbot: „Schade, aber muss ich akzeptieren“

Mark Uth kam auf Leihbasis zum 1. FC Köln.

Mark Uth kam auf Leihbasis zum 1. FC Köln.

Foto: dpa

Köln.  Nach dem Wechsel von Schalke 04 zum 1. FC Köln gibt es für Mark Uth kein Wiedersehen mit den Kollegen. In seiner Heimatstadt will er überraschen.

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Dem Vernehmen nach freuen sich Fußballprofis nach einem Vereinswechsel ja doch, die alten Kollegen beim nächsten sportlichen Duell wiederzusehen. Mark Uth wird es nicht anders ergehen, wenn sein Ex-Klub FC Schalke 04 am 29. Februar zum Bundesligaspiel bei seinem aktuellen Arbeitgeber 1. FC Köln anreist.

Sehen und grüßen kann er die Königsblauen ja, nur mitspielen darf der 28 Jahre alte Stürmer nicht. „Für mich ist es schade, dass ich nicht gegen die Jungs spielen darf“, sagt Uth im Interview dem Kicker. „Es ist eine Klausel, die ich akzeptieren muss.“

Uth rechnet beim 1. FC Köln mit mehr Spielzeit als bei Schalke 04

Die Schalker haben sich bei dem bis zum Saisonende vereinbarten Leihgeschäft vertraglich zusichern lassen, dass Uth nicht gegen sie auflaufen darf. Generell betrachtet der Angreifer, der im Sommer 2018 ablösefrei von TSG Hoffenheim ins Ruhrgebiet wechselte und in 28 Bundesligaspielen für Königsblau nur zweimal traf, die Luftveränderung aber als positiv: „Für mich ist es wichtig, mehr Spielzeit zu bekommen als auf Schalke. Ich denke, das ist realistisch, und damit will ich helfen, den Abstieg zu verhindern. Ein Risiko sehe ich nicht.“

Als gebürtiger Kölner freut sich Uth natürlich besonders über das FC-Engagement. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich habe immer darauf geschaut, was der FC macht.“ Das war in der Hinrunde der Bundesliga sportlich gesehen nicht viel: Platz 15, 17 Punkte, 19 geschossene Tore, nur der VfL Wolfsburg und Fortuna Düsseldorf waren vor dem gegnerischen Tor unsicherer. Dank drei Siegen aus den letzten fünf Spielen darf der 1. FC Köln überhaupt noch ernsthaft vom Klassenerhalt träumen. Uth: „Wir müssen die Kräfte bündeln und daran glauben. Dann können wir sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

Uth will mit dem 1. FC Köln den Klassenerhalt sichern

Seine eigene Rolle sieht Uth so: „Auf der Zehn, hinter der Spitze. Aber variabel. Ich will am Spiel teilhaben, einbezogen werden.“ Trainer Markus Gisdol hat bei dem Winter-Zugang die Vorzüge erkannt, dass sich Uth zwischen den gegnerischen Ketten gut verhält. „Genau, der Raum zwischen Innenverteidiger und Sechser ist extrem wichtig. Da den Ball zu fordern, aufzudrehen und auf die Kette zuzudribbeln, das liegt mir am meisten.“

Und wenn Mark Uth nun wieder beim 1. FC Köln aufblüht, könnte sich das auch für Schalke 04 noch richtig lohnen: Sein Vertrag in Gelsenkirchen läuft noch bis 2022, Uth könnte die alten Kollegen also noch mal auf dem Rasen wiedersehen. (ab)

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