Schalke/Gladbach

Warum der Ex-Schalker Embolo in Mönchengladbach aufblüht

Wechselte von Schalke nach Mönchengladbach: Breel Embolo.

Wechselte von Schalke nach Mönchengladbach: Breel Embolo.

Foto: firo

Mönchengladbach.  Breel Embolo überzeugt in Mönchengladbach mit starken Leistungen. Nach den Seuchenjahren bei Schalke 04 scheint der Neustart zu gelingen.

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Breel Embolo hat sein Lächeln wiedergefunden. Nach den Seuchenjahren bei Schalke 04 blüht der 22-Jährige in Mönchengladbach unter Trainer Marco Rose auf. „Ich bin gesund und habe immer betont, von Anfang an der Mannschaft helfen zu wollen“, sagte der Schweizer zuletzt.

Embolo avanciert derzeit immer mehr zum Schlüsselspieler in der Offensive der Borussia. In der Liga erzielte er in vier Spielen zwei Tore und war zudem bei weiteren Treffern aktiv beteiligt. Wie auch am vergangenen Samstag im rheinischen Derby in Köln, als er das entscheidende 1:0 einleitete.

Gladbach-Trainer Rose: "Wir wussten um seine Qualitäten"

Nach dem Spiel wurde Rose gefragt, was er denn im Sommer mit Embolo gemacht habe. „Das wollte ich euch immer schon sagen“, antwortete der 43-Jährige, „wir waren drei Wochen zusammen im Urlaub.“ Rose schmunzelte über seinen kleinen Scherz und klärte auf: „Gar nichts habe ich gemacht, wir haben nur geredet.“

Er habe Embolo überzeugt, dass Gladbach ein guter Schritt für einen Neuanfang sein könnte. „Es scheint, dass Breel dafür bereit ist. Wir wussten natürlich um seine Qualitäten“, sagte Rose über den Offensivallrounder, der im Sommer für zehn Millionen Euro aus Gelsenkirchen gekommen war.

In seinen drei Jahren bei Schalke hatte Embolo fast durchgehend mit Verletzungen zu kämpfen und kam deshalb nie so richtig in Fahrt. In Gladbach scheint der Neustart unter verbesserten Bedingungen zu gelingen. Die Borussia gilt seit jeher als die Anlaufstelle eidgenössischer Nationalspieler, in Yann Sommer, Nico Elvedi und Denis Zakaria spielt Embolo nun mit alten Bekannten zusammen.

Außerdem wird Embolo anders als auf Schalke hinter den Spitzen eingesetzt, wo er mit seiner körperlichen Präsenz wichtige Zweikämpfe gewinnen soll. „Das wussten wir schon, als wir ihn verpflichtet haben“, sagte Rose. Sportdirektor Max Eberl habe genau über seine Stärken Bescheid gewusst.

Embolo gründete eine eigene Stiftung

Aber: „Bei allem Lob, weiß ich und Breel auch, dass da noch ganz viel Luft nach oben ist“, sagte Rose: „Breel ist noch lange nicht am Ende.“ Derzeit sei das Wichtigste, dass er „gesund ist und hoffentlich auch bleibt“.

Auch abseits des Fußballplatzes wird Embolo nicht langweilig. Mit seiner Familie gründete der gebürtige Kameruner eine eigene Stiftung, die bedürftige Kinder in seinem Herkunftsland, der Schweiz und Peru unterstützt. Außerdem hat er seit etwas mehr als einem Jahr in Töchterchen Naliya einen ganz besonderen Motivator. (sid)

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