Fußball

So könnte RWE von einem Özil-Wechsel im Winter profitieren

Mesut Özil hat beim FC Arsenal offenbar einen schweren Stand.

Mesut Özil hat beim FC Arsenal offenbar einen schweren Stand.

Foto: dpa

Essen.  Mesut Özil hat beim FC Arsenal offenbar einen schweren Stand. Der Ex-Nationalspieler könnte seinen Abgang im Winter planen - und RWE profitieren.

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Sein Vertrag beim FC Arsenal läuft noch bis 2021 – doch Mesut Özil könnte die Gunners bereits im kommenden Winter verlassen. Denn der ehemalige Nationalspieler hat bei Trainer Unai Emery offenbar einen schweren Stand. Der Spanier verzichtete zuletzt gegen den Erzrivalen Tottenham Hotspur (4:2) auf den Offensivspieler, und auch eine Woche zuvor war Özil beim 2:1-Sieg bei AFC Bournemouth nicht zum Einsatz gekommen. Während er im Auswärtsspiel 90 Minuten auf der Bank schmorte, nahm ihn Emery im Londoner Derby nicht einmal mehr mit in den Kader.

RWE erhielt beim Wechsel nach England 800.000 Euro

Profitieren könnte davon Regionalligist Rot-Weiss Essen. Aber nur dann, wenn Özil ins Ausland wechselt. Beim Transfer von Real Madrid nach England erhielt der Jugendverein des gebürtigen Gelsenkircheners beispielsweise 800.000 Euro, weil der Solidaritätsmechanismus des Fußball-Weltverbandes Fifa griff.

Die neuerliche Unzufriedenheit scheint ein weiteres Kapitel in der Geschichte des schwierigen Verhältnisses zwischen dem Fußballer und seinem Trainer beim Premier-League-Klub. Bereits Ende Oktober hatte es zwischen den beiden geknallt. Als Emery Özil beim 2:2-Unentschieden bei Crystal Palace auswechselte, pfefferte der enttäuschte Mittelfeldspieler seine Handschuhe auf den Rasen. Zudem verweigerte er seinem Trainer den bei Auswechslungen sonst üblichen Handschlag. Das Tischtuch scheint zerschnitten, Özil dürfte schon bald auf seinen mit rund 400.000 Euro pro Woche dotierten Vertrag verzichten und eine neue Herausforderung suchen.

"Zu wenig Körperlichkeit" - Emery zählt Özil an

Denn spätestens auf der Pressekonferenz nach dem Londoner Derby hatten Emerys Äußerungen Anlass zu Spekulationen über Özils Zukunft gegeben. Auf die Frage, woher er seine Rückenschmerzen gehabt habe, wegen der er offiziell nicht im Kader stand, entgegnete der Spanier nur „Weiß ich nicht“. Und auch die Frage, ob Özil im Stadion gewesen sei, konnte er nicht beantworten. Zuletzt stellte er klar: „Heute ist ein guter Tag, über die Profis zu sprechen, die gespielt haben.“

Vieles deutet darauf hin, dass der 47-Jährige nicht mehr mit dem Weltmeister von 2014 plant. Gegen Bournemouth hatte Emery wegen „zu wenig Körperlichkeit“ auf ihn verzichtet und zudem gesagt: „In der Formation, in der wir derzeit spielen, ist es schwierig, einen Platz für Özil zu finden.“

Vermeintlich stärkt die Bilanz die Position des Arsenal-Trainers: Ohne Özil gewannen die Gunners zuletzt vier Spiele. Mit dem früheren deutschen Nationalspieler, der nach der heftigen Kritik an den gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan seinen Rücktritt erklärt hatte, siegte der englische Top-Klub fünf Mal, verlor aber zwei Spiele – allerdings gegen Manchester City und den FC Chelsea.

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