DFB-Pokal

Am Ende passt das Pokal-Aus zum VfL Bochum

Enttäuscht über das Aus im DFB-Pokal: Thomas Reis, Trainer des VfL Bochum

Enttäuscht über das Aus im DFB-Pokal: Thomas Reis, Trainer des VfL Bochum

Foto: DPA

Bochum.  Der VfL steht gegen den FC Bayern kurz vor der Sensation. Das Pokal-Aus erinnert dann aber doch stark an 1976. Ein Kommentar.

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Wenn der VfL Bochum der VfL Bochum gewesen wäre und der FC Bayern der FC Bayern, man hätte wohl von einem Bild mit Symbolcharakter gesprochen: Zu Beginn der zweiten Halbzeit war ging im Stadion an der Castroper Straße das Licht aus. Aus dem stolzen Flutlichtmasten wurde eine mickrige Funzel.

Beim Stand von, sagen wir mal: null zu vier und nicht 1:0 wie an diesem Abend, hätten sich womöglich viele der Zuschauer mit Grauen vom VfL abgewandt.

VfL Bochum spielt nicht wie der Drittletzte der 2. Liga

An diesem Dienstagabend spielte aber der VfL Bochum lange Zeit nicht wie der Drittletzte der 2. Bundesliga – und der FC Bayern, bis zur Schlussphase im Rückstand liegend, weitgehend nicht wie der amtierende Meister.

Welches Bild am Ende allen in Erinnerung blieb? Das der doch wieder ganz bayern-liken Münchener, denen doch das entscheidende Licht aufging, um das Verpassen des Achtelfinals im DFB-Pokal noch abzuwenden.

FC Bayern entgeht knapp der Schmach

Der FC Bayern gab ein jämmerliches Bild an, gegen ein Team von Bochums Kragenweite Stars wie Robert Lewandowski, Philippe Coutinho und Thomas Müller erst einwechseln zu müssen, um sich doch noch gegen eine heftige Schmach zu verwehren. Nur die wenigsten der Münchener Spieler verdienen nicht das Geld im Jahr, mit dem der VfL eine ganze Saison bestreiten muss.

Es sind keine hellseherischen Fähigkeiten nötig, um Bayern-Trainer Niko Kovac einen ungemütlichen Herbst zu prognostizieren.

Ein Sieg hätte Bochum gutgetan

Am Ende passte das unglückliche Ausscheiden natürlich aber auch zum VfL. Selbst nach dem Trainerwechsel von Robin Dutt zu Thomas Reis kommen die Bochumer in der Liga nicht von der Stelle, es rumort an allen Ecken und Enden. Ein Sieg hätte einen Aufbruch in sportlich bessere Zeiten bedeuten können und für alle Bochumer: Genugtuung.

Jahrzehnte lang mussten sich die Gerlands, Lamecks, Tenhagens nach dem legendären 5:6 gegen die Münchener 1976 hämisch unter die Nase reiben lassen, dass ja nicht ein mal vier Tore Vorsprung zum Sieg gereicht hätten. Die Riemanns, Losillas, Ganvoulas hätten 2019 beinahe sagen können: Uns hat sogar nur ein Tor gereicht.

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