VfL Bochum

VfL Bochum: Existenzkampf geht jetzt gegen Hannover weiter

Frust beim VfL Bochum in Fürth, hier ärgern sich Vitaly Janelt und Tom Weilandt

Frust beim VfL Bochum in Fürth, hier ärgern sich Vitaly Janelt und Tom Weilandt

Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht / firo Sportphoto

Bochum.  Der VfL Bochum steht unter Zugzwang, das 1:3 in Fürth war ein herber Rückschlag. VfL-Manager Schindzielorz äußert sich zu den Emotionen der Fans.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der VfL Bochum hätte sich mit einem Sieg in Fürth bis auf drei Punkte an den Tabellenfünften heranpirschen können, und zumindest viele Anhänger hätten nach den zuvor ja teils ordentlichen Leistungen und zwei Heimspielen gegen Hannover und Regensburg vor der Brust einen gehörigen Schwung Optimismus mit in diese Woche genommen. Ein Auge, so schnell geht das nun einmal im Fußball, hätte wieder höhere Regionen der 2. Liga anvisiert.

Ein Gedankengang, der für Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz verständlich sein mag, mit dem er allerdings seit Wochen nicht viel anfangen kann. Schindzielorz hat längst den Existenzkampf ausgerufen, dabei bleibt es. „Für uns ging und geht es darum, den Abstand nach unten zu vergrößern“, sagt er. Dass dies in Fürth misslang, „ist umso ärgerlicher, wenn man sich die anderen Ergebnisse ansieht. Es war eine absolut unnötige Niederlage, wir waren nach dem 1:1 wieder im Spiel, aber wir haben zwei grobe Fehler gemacht, die zu den Gegentoren geführt haben.“

Schindzielorz hat Verständnis für Kritik, nicht aber für Beleidigungen

Dass die Fans, wie sich in der 20-minütigen „Aussprache“ noch im Stadion wieder zeigte, entsprechend enttäuscht, sauer und teils wütend reagieren, gehört zum Alltagsgeschäft Fußball. Schindzielorz sagt dazu: „Bei schlechten Ergebnissen und schlechten Leistungen ist es ganz normal, dass es Kritik gibt. Wichtig ist, dass diese auf sachlicher Ebene geäußert wird. Aber Fußball ist ein emotionaler Sport, da müssen wir alle mit umgehen können.“ Beleidigungen gegen einzelne Spieler, wie sie einige Anhänger äußerten, sollten bei aller verständlicher Kritik aber nicht dazu gehören.

Ähnlich hatte sich auch Manuel Riemann geäußert. Der Torwart stellte sich der Kritik der Anhänger in Fürth sehr lange und konnte die Enttäuschung nachvollziehen, appellierte aber auch an die Einheit: „Es bringt nichts, wenn wir uns nach jeder Niederlage gegenseitig angiften“, sagte er.

Hannover kommt mit frischem Selbstvertrauen

Der Existenzkampf geht weiter, vermutlich bis zum Saisonende, „wir müssen uns jetzt ganz auf Hannover fokussieren“, sagt Schindzielorz. Am Freitag geht es gegen den Bundesliga-Absteiger, der nach dem 0:4 in Heidenheim Kenan Kocak als neuen Trainer verpflichtet hatte. Nach dem 1:2 gegen Darmstadt zum Kocak-Debüt feierte Hannover einen 1:0-Sieg in St. Pauli und nun einen Last-Minute-3:2-Sieg gegen Aue. Es war der erste Heimsieg der Niedersachsen, die auswärts aber besser aufgelegt sind, in dieser Tabelle mit 13 Punkten auf Rang zwei liegen. Bochum ist indes daheim als einziges Team neben Aue noch ungeschlagen.

Losilla kehrt ins Mittelfeldzentrum zurück, Lorenz ist eine Alternative

Personell dürfte es beim VfL Bochum maximal drei Änderungen geben. Anthony Losilla kehrt definitiv ins Mittelfeldzentrum zurück. Simon Lorenz wäre eine Option für den vor dem 0:1 patzenden Armel Bella-Kotchap in der Innenverteidigung. Und die rechte offensive Seite bleibt vakant: Milos Pantovic konnte in Fürth jedenfalls keine neuen Pluspunkte sammeln. Simon Zoller, Manuel Wintzheimer und Tom Weilandt sind die Alternativen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben