VfL Bochum

Eisfeld nach dem Comeback: Schritt für Schritt zur Topform

Gab gegen Heidenheim sein Comeback: Thomas Eisfeld feierte seinen ersten Kurz-Einsatz in dieser Saison. Foto:firo Sportphoto/Ralf Ibing

Gab gegen Heidenheim sein Comeback: Thomas Eisfeld feierte seinen ersten Kurz-Einsatz in dieser Saison. Foto:firo Sportphoto/Ralf Ibing

Grumme.   Nach acht Monaten hat Thomas Eisfeld sein Comeback für den VfL Bochum gefeiert. Auch in Bielefeld will er dabei sein. Andere drohen auszufallen.

Er sollte eine Schlüsselrolle einnehmen, doch erst am 25. Spieltag feierte er seinen ersten Einsatz in der laufenden Spielzeit. „Es war schön, nach acht Monaten ohne Spiel wieder zurückzukehren“, sagt Thomas Eisfeld. 0:0 stand es noch, als der zentrale Mittelfeldmann in der 71. Minute eingewechselt wurde gegen Heidenheim. 1:0 gewann der VfL. Mit Thomas Eisfeld, mit dessen Kurz-Comeback auch Trainer Robin Dutt zufrieden war. So wie der Spieler selbst – vor allem wegen der ausgebliebenen Nachwirkungen. „Ich habe keine Probleme, das ist das Wichtigste“, sagte der 26-Jährige nach dem Training am Dienstag.

Entsprechend ist sein oberstes Ziel für diese und auch für die nächste Saison so simpel wie bedeutend: „Ich will gesund bleiben“, betont Eisfeld. Um endlich einmal konstant spielen zu können, in die Form zu kommen, für die ihn der VfL schon in der Winterpause 2014/15 geholt hatte.

Immer wieder Nackenschläge

Immer wieder gab es Nackenschläge. 2015/16 lief es noch recht gut, kam Eisfeld auf 26 Einsätze. Eine Knie-Operation zwang ihn dann zu einem halben Jahr Pause (17 Einsätze), auch in der Vorsaison musste er oft passen (18 Einsätze). Eine Patellasehnenreizung wurde im Sommer erst konservativ behandelt, dann doch operiert - das Comeback, es wäre wohl ein paar Wochen eher möglich gewesen.

Jetzt mischt Eisfeld wieder mit. Bei einem Einsatz soll es nicht bleiben, schon gar nicht mit Blick auf die kommende Saison: Eisfelds Kontrakt gilt bis zum Sommer 2021, dieses Langzeit-Vertrauen will er endlich zurückzahlen. Aktuell, weiß er selbst, fehlen ihm noch Puste, Kraft, Spielpraxis für die volle Distanz, „Schritt für Schritt“ will er sich heranarbeiten. Natürlich hofft er nach seinem Comeback auf weitere Einsatzzeiten, am besten gleich am Sonntag in Bielefeld (13.30 Uhr). „Das ist ein wichtiges Derby“, erwartet Eisfeld ein „enges Spiel“ auf der Alm. Seine Chancen, zum Kader zu gehören, stehen gut, zumal Sebastian Maier weiterhin ausfällt.

Fabian, Baumgartner, Hinterseer: etliche Ausfälle

Dass Lukas Hinterseer von Beginn an mitwirken kann, wird immer unwahrscheinlicher, denn auch am Dienstag und damit am neunten Tag in Folge konnte der Stürmer noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Ganz abschreiben für das Westfalen-Duell wollte Trainer Dutt seinen Torjäger aber noch nicht. Offen sind auch noch die Einsätze von Patrick Fabian, der am Dienstag pausieren musste, und Dominik Baumgartner, den eine Grippe plagt. Fallen beide Innenverteidiger aus, muss sich Dutt etwas einfallen lassen.

Klar ist, dass er neun Spieltage vor Schluss nicht zu wilden Experimenten neigt. „Wir sind nicht in der Testspiel-Phase“, betont Dutt. „Jeder Verlust eines Tabellenplatzes kann uns eine Millionen Euro kosten.“ Doch es ginge nicht nur ums TV-Geld, sondern um zufriedene Fans des VfL, die für ihr Eintrittsgeld eine gute Leistung sehen wollen. Dutt: „Wir müssen in jedem Spiel das Maximale herausholen und die beste Mannschaft aufstellen.“

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