VfL Bochum

In Bochum steht der Kader schon fast

Gilt auch als Bochumer „Neuling“: Simon Lorenz (links) im Trikot der Münchener Löwen gegen Unterhachings Stephan Hain.

Gilt auch als Bochumer „Neuling“: Simon Lorenz (links) im Trikot der Münchener Löwen gegen Unterhachings Stephan Hain.

Foto: Christian Kaspar-Bartke / Bongarts/Getty Images

Bochum.  Zwar haben bereits acht Spieler den VfL Bochum verlassen, dennoch stehen momentan noch 28 Spieler beim Zweitligisten unter Vertrag.

Auch wenn einige Bochumer Fans beklagen, dass derzeit nicht alle paar Tage ein neuer Spieler präsentiert wird, muss der VfL gar nicht mehr an so vielen Stellschrauben drehen, um in die kommende Saison starten zu können. Derzeit stehen inklusive Tim Hoogland, Stefano Celozzi und einer gehörigen Anzahl an Talenten 28 Spieler unter Vertrag.

Arsenal-Spieler im Gespräch

Dringend gesucht werden nur noch ein oder zwei zentrale Stürmer und ein belastbarer Rechtsverteidiger. Sportchef Sebastian Schindzielorz ziert sich nicht, wenn er danach gefragt wird: „Es wäre schon gut, wenn wir einen Spezialisten für diese Position bekommen könnten.“ Einige Medien berichten in diesem Zusammenhang, der VfL interessiere sich für Jordi Osei-Tutu, der für die U23 von Arsenal London spielt. Allerdings sollen auch der HSV, Celtic Glasgow und der englische Zweitligist Brentford ein Auge auf den 20-Jährigen geworden haben.

Sollten Hoogland und Celozzi Bochum noch vor dem Saisonstart verlassen, wird der Aderlass in diesem Sommer zehn Spieler umfassen. Das ist nicht wenig. Warum Schindzielorz dennoch nicht ins Rotieren gerät, hat zwei Gründe. Zum einen hat Trainer Robin Dutt im letzten Saisondrittel mit Moritz Römling, Stelios Kokovas und Armel Bella-Kotchap bereits drei sehr junge Talente an die Profimannschaft herangeführt, zu denen sich nun als dritter Torhüter auch noch Paul Grave und Innenverteidiger Maxwell Gyamfi gesellen wird. Zum anderen wird Dutt auch wieder über Spieler verfügen, die er längere Zeit aus Verletzungsgründen entbehren musste. Sebastian Maier ist da sicher zu nennen, aber auch Maxim Leitsch, Vitaly Janelt und Simon Zoller.

Zwei „falsche“ Neulinge

Und dann wären da ja noch Spieler wie Simon Lorenz und Ulrich Bapoh, die beide ausgeliehen waren und noch gar nicht in einem Pflichtspiel für den VfL in Erscheinung getreten sind. Sie bezeichnet Schindzielorz ebenfalls als „Neulinge“, wie Saulo Decarli (Brügge), Danny Blum (Frankfurt) und Patrick Drewes (Würzburg), die tatsächlich Neuland betreten.

Dass die Bochumer bereits zweimal in diesem Transfersommer - für Decarli und Blum - ihre Geldbörse gezückt haben, um die Spieler verpflichten zu können, scheint niemandem so richtig aufgefallen zu sein, ist aber nicht ohne Belang. Denn für weitere Aktivitäten in der Offensive wird aller Voraussicht nach ebenfalls Geld vorhanden sein müssen. Der Nachschlag für Marco Stiepermann und das Plus in Sachen Fernsehgeld zum Ende der Saison wirken sich offensichtlich positiv aus.

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