DFB-Pokal

Maier ist beim VfL Bochum der Mann für die besonderen Pass-Angelegenheiten

Gegen Bielefeld lief Sebastian Maier (l.) zwölf Kilometer.

Gegen Bielefeld lief Sebastian Maier (l.) zwölf Kilometer.

Foto: firo Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  In der vergangenen Saison fehlte Sebastian Maier bei VfL oft verletzt. Nun ist er fit und hat bereits angedeutet, wie wichtig er sein kann.

Aus dem Fußgelenk spielt Sebastian Maier einen Pass über 15 Meter auf die rechte Seite. Der Ball kommt nicht da an, wo er ihn hinhaben wollte, er segelt ins Aus. Die Verärgerung über die misslungene Aktion ist dem Mittelfeldspieler des VfL Bochum deutlich anzusehen. Dabei ist es nur ein internes Trainingsspiel im Trainingslager in Weiler im Allgäu. Die Szene zeigt, wie Maier tickt: „Ich habe schon den Anspruch, dass so ein Ball ankommt.“

Zwei Spiele hat der VfL in der 2. Bundesliga absolviert. Maier hat beide Spiele durchgespielt. Das ist der Anspruch, den der ehemalige U19-Nationalspieler hat. Durchzuspielen ist aber keineswegs selbstverständlich für ihn. In der vergangenen Saison war er länger an der Leiste verletzt, absolvierte er nur zehn Spiele. Kein Spiel spielte er durch. Deshalb ist dieser Saisonauftakt schon bemerkenswert für ihn.

Lob für die Laufleistung

Er indes zeigt auch, welchen Stellenwert Maier bei Trainer Robin Dutt hat. Maier kann und soll der Mann für die besonderen Pass-Angelegenheiten bei VfL sein. Dutt schätzt Maiers Offensivqualitäten und lobte nach dem 3:3 gegen Arminia Bielefeld auch dessen Laufleistung. Zwölf Kilometer lief Maier. Das ist ein sehr guter Wert für einen Mittelfeldspieler.

„Stand jetzt bin ich fit“, sagte Maier bereits im Trainingslager. Er müsse aber sehr auf seine Gesundheit achten und spezielle Übungen machen. Derzeit scheint alles zu funktionieren.

Die Frage nach dem Neuanfang

Da stellt sich fast zwangsläufig die Frage nach einem „Neuanfang“, nachdem er in der vergangenen Saison viel fehlte. „Das klingt mir zu groß“, sagte er. Er sei gekommen, um so viele Spiele wie möglich zu machen. „Und ich wäre auf mehr Spiele gekommen, wenn ich mich nicht verletzt hätte.“ Letzte Saison sei die Seuche drin gewesen, es sei eins zum anderen gekommen.

So wie jetzt offensichtlich im positiven Sinn. Maier fühlt sich wohl in Bochum. „Hier habe ich geheiratet, hier ist mein Kind geboren.“ Auch in und mit der Mannschaft klappt es. „Die Mannschaft ist sehr intakt. Ich fühle mich wohl. Wenn es dann auch sportlich läuft, ist alles super.“

Leistungssteigerung gegen Bielefeld

Da allerdings ist noch Luft nach oben. Gegen Regensburg enttäuschte das komplette Team. Gegen Bielefeld gab es erst nach dem Wechsel eine Leistungssteigerung und ein unterhaltsames Spiel mit sechs Toren.

Maier geht von einer spannenden Saison aus. Von einer, in der die Bochumer immer alles geben müssen, um erfolgreich sein. „Da fährst Du zu keinem Gegner und sagst, drei Punkte sind Pflicht.“ Aber der VfL habe den Anspruch, „jedes Spiel zu gewinnen“.

Gerne in zentraler Position

Das mit dem Pflichtspielsieg hat bislang noch nicht geklappt. In der ersten Runde des DFB-Pokals aber soll nun der erste Sieg her. Mit Maier in verantwortlicher Position. Wo genau, ist ihm (fast) egal. „Der Trainer entscheidet, wo ich spiele. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich mich in zentraler Position wohl fühle.“

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