VfL Bochum

VfL Bochum: Das ist der neue Rechtsverteidiger von Arsenal

Tempo und Offensivdrang hat Jordi Osei-Tutu schon in den ersten Testspielen gezeigt.

Tempo und Offensivdrang hat Jordi Osei-Tutu schon in den ersten Testspielen gezeigt.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Er hat mit Mesut Özil trainiert und Aaron Ramsey beim FC Arsenal London. Jetzt spielt Jordi Osei-Tutu beim VfL Bochum. Er hat hohe Ziele.

Er will „die Linie rauf- und runterrennen“ wie sein Vorbild, Rechtsverteidiger Hector Bellerin vom englischen Spitzenklub FC Arsenal London. Jordi Osei-Tutu, der neue flinke Mann auf Bochums rechter Abwehrseite, will den nächsten Schritt in seiner Karriere machen – in Bochum, beim VfL, in der 2. Liga. Es soll, wenn es nach Plan läuft, nur ein Zwischenschritt sein in seiner Karriere.

Ein Pluspunkt des VfL: Bochum setzt wie Arsenal auf spielerische Lösungen

„Bochum ist für mich jetzt der richtige Ort, der richtige Verein“, sagt der 20-Jährige bei seinem ersten Interview auf deutschem Boden, am jüngst für Medientermine eröffneten WAZ-Kult-Kiosk auf dem Trainingsgelände des VfL. Vor gut einer Woche ist er angekommen in Bochum, hat sich gleich gut integriert. „Ich will möglichst viel spielen, Erfahrungen sammeln“, nennt der von vielen Klubs umworbene Außenspieler einen weiteren Grund, warum er sich für Bochum, für die 2. Liga entschieden hat. Ein dritter ist dieser: Der VfL, sagt Osei-Tutu, „hält den Ball am Boden“. Heißt: Ganz nach der Arsenal-Philosophie des gepflegten Spiels wird beim VfL der Ball nicht nach vorne gedroschen, sondern stehen spielerische Lösungen in allen Mannschaftsteilen im Fokus.

Osei-Tutu ist schnell und dribbelstark

Für ein Jahr hat der VfL ihn ausleihen können vom Premier-League-Club. Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz, Trainer Robin Dutt konnten den großen Hauptstadt-Klub von den Qualitäten des VfL überzeugen und davon, dass sich Osei-Tutu hier weiterentwickeln kann. „Jordi sucht die Zweikämpfe, ist stark im Dribbling und verfügt über die nötige Schnelligkeit“, sagt Schindzielorz. Sein Tempo konnten die Fans schon bei den Testspielen gegen die unterklassigen Bochumer Amateurvereine sehen. Seine Lust auf „Attacke“, wie er es nennt, seine Offensivqualitäten ließ er aufblitzen, genau wie seine feine Technik.

Nur die deutsche Sprache bereitet noch Probleme

Lernen aber muss und soll Osei-Tutu natürlich auch noch: „In der 2. Liga spielt Physis eine große Rolle, es wird viel gelaufen, gibt viel Körperkontakt. Da muss ich besser werden“, sagt der 1,76-Meter-Mann – natürlich auf englisch. Denn während Teamkollegen, Verein, Trainingsanlage, Stadt und Umgebung dem Neuzugang von der Insel sofort gefielen, hat er nur ein Problem erkannt bisher: „Die deutsche Sprache ist schwer.“ Verständigungsprobleme allerdings gibt es auf dem Platz deshalb nicht. Fast jeder im Team, Trainer inklusive, könne englisch sprechen, sagt Osei-Tutu mit einem smarten Lächeln.

Von Özil, Ramsey, Bellerin und Co. hat er viel gelernt

Geboren ist der Verteidiger mit ghanaischen Wurzeln im englischen Slough. Beim FC Reading spielte er bis 2015 und seitdem beim großen FC Arsenal: in der U18, in der U23. Vor der vergangenen Saison absolvierte er die Vorbereitung mit all den Stars, flog mit Mesut Özil, mit dem nun zu Juventus Turin weitergezogenen Aaron Ramsey auch zu Testspiel- und Marketing-Zwecken nach Singapur. „Brillant“ nennt er deren Fähigkeiten, von denen er viel lernen konnte. Zum Kader des FC Arsenal zählte Osei-Tutu auch mal bei Premier-League- und Europacup-Spielen, zum Einsatz kam er in London bisher aber „nur“ in der U23. In 29 Spielen in der Premier League 2 erzielte er zwei Treffer. Jetzt soll er für Schwung auf der rechten Seite des VfL sorgen.

Hohe Ziele jedenfalls hat er sich auch mit der Mannschaft gesteckt. Jordi Osei-Tutu sagt: „Als Verein wollen wir in die Bundesliga.“

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