Jugendfußball

VfL Bochum: Jeweils drei Neue für die A- und B-Junioren

Ist mit seinem Kader zufrieden: Bochums U19-Trainer Matthias Lust.

Ist mit seinem Kader zufrieden: Bochums U19-Trainer Matthias Lust.

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Bochum.  Je drei Zugänge bei Bochums U19 und U17: Bei den A-Junioren wird auf der Torhüterposition rotiert, die B-Junioren sind ein eingespieltes Team.

Am Nachwuchsleistungszentrum des VfL Bochum an der Hiltroper Straße herrscht wieder ordentlich Betrieb. Die Talentwerk-Teams haben das Training in den neuen Mannschaften wieder aufgenommen. Bei der U19 und der U17 sind auf dem Trainingsplatz jeweils drei neue Gesichter mit dabei.

Bei den A-Junioren hat sich vor allem auf der Torhüterposition einiges bewegt. Von der TSG Sprockhövel ist Henrik Boers nach Bochum gewechselt und Jovan Jovic vom Hombrucher SV. Beide Keeper waren bei ihren Vereinen Stammtorhüter und treten nun in Konkurrenz zu Junioren-Nationalspieler Tjark Ernst, der von der eigenen U17 kommt und ja schon bei den Profis mittrainieren darf. Der beim VfL mit Profivertrag ausgestattete Paul Grave, Lucas Goy und Julian Jaworek rücken aus dem Altersraster der U19 heraus. Der dritte Neue im Kader ist Außenverteidiger Nelson Peters, der beim FC Schalke nicht glücklich wurde.

Ein Kaderplatz bei der U19 ist noch offen

„Die Neuzugänge haben einen super Eindruck hinterlassen, sie sind hochmotiviert“, erzählt Trainer Matthias Lust, der einen weiteren Zugang nicht ausschließen möchte: „Wir haben bewusst einen Kaderplatz offen gelassen. Wir werden den Markt beobachten und schauen, ob sich noch etwas ergibt, was Sinn macht.“

Aus der Mannschaft des vergangenen Jahres bleiben neun Spieler erhalten, elf rücken aus der eigenen U17 nach. Auf der Liste der Abgänge stehen 16 Akteure inklusive der Torhüter und der VfL-Jungprofis (Bella-Kotchap, Kokovas, Römling). „Wir haben alle Spieler gehalten, die wir halten wollten“, sagt Lust, dem aktuell ein 23-Mann-Kader zur Verfügung steht und der trotz der Corona-Pause einen positiven ersten Eindruck von seiner neuen Mannschaft hat: „Insgesamt ist das Training ganz gut angelaufen, auch wenn es an mancher Stelle noch etwas holprig ist.“

Bis zum Samstag wird noch trainiert

Die Rückkehr auf den Rasen haben Spieler wie Trainer herbeigesehnt. „Es macht viel Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen. Den Jungs sieht man schon in den Augen an, dass sie sich unheimlich freuen, endlich wieder in der Nähe des Balls zu sein. Wir gehen die ersten Trainingseinheiten nach der langen Pause aber langsam an. Wir sind jetzt in einer Kennenlernphase und wollen als Team zusammenfinden“, berichtet Lust. Bis zum 4. Juli wird noch trainiert, dann geht es in eine kurze Sommerpause bevor ab dem 20. Juli die zweite Vorbereitungsphase startet.

B-Junioren: Trainer Schuchert reicht ein 20-Mann-Kader

Die B-Junioren des VfL befinden sich schon in der fußballfreien Zeit, sie nehmen Mitte Juli wieder das Training auf. Ein paar Einheiten hatte Simon Schuchert aber schon mit seiner neuen U17. Dabei musste er sich nicht an viele neue Gesichter gewöhnen, denn 17 von 20 Spielern aus der zuvor von ihm trainierten U16 wurden übernommen.

„Die Mannschaft hat sich gut entwickelt und hat das mit Ergebnissen untermauert. Von daher hatten wir keinen Anlass, viel zu ändern. Es ist auch ein Vorteil, wenn sich das Team schon länger kennt“, findet Schuchert, der mit seinem Team 2019 in der Liga fast acht Monate unbesiegt blieb und den Westfalenpokal gegen den BVB holte.

Ramez Mazry kommt als Wunschspieler des Trainers

Den drei Abgängen Bartek Dybiec, Nick Kudinov und David Ibrahim stehen drei Zugänge gegenüber: Younes Magrouda, der eine VfL-Vergangenheit hat (TSC Eintracht Dortmund), Ramez Mazry (Fortuna Köln) und Arnis Osmani (Wuppertaler SV). „Ramez Mazry war ein Wunschspieler von mir. Er bringt eine starke Mentalität und einen großen Siegeswillen mit. Er ist jemand, der die Mannschaft mitziehen kann“, verrät Schuchert: „Die Neuzugänge sind alles Spieler, die wir gerne haben wollten, weil sie die Mannschaft gezielt verstärken.“

Weitere Neuzugänge sind vorerst nicht geplant. Schuchert gibt sich aber auch mit 20 Mann zufrieden: „Wir haben keinen großen Kader, aber den brauchen wir auch nicht. Ich bin da entspannt. Wenn noch etwas passiert, ist das super, wenn es nicht klappt, ist das auch völlig okay.“

Der Kader der U17:

Tor: Finn Kotyrba, Leon Nübel (beide: eigene U16)

Abwehr: Aaron Addo, Dominik Burghard, Ron Klinger, Yusuf Oguz, Marlon Schmitz, Mohammed Tolba (alle: eigene U16), Younes Magrouda (TSC Eintracht Dortmund)

Mittelfeld: Nico Böll, Marcel Foit, Artur Golubytskij, Leon Pursian, Leon Tasov, Tunahan Yardimci (alle: eigene U16), Ramez Mazry (Fortuna Köln)

Angriff: Luka Blazevic, Frank Munu, Josue Santo (alle: eigne U16), Arnis Osmani (Wuppertaler SV)

Der Kader der U19:

Tor: Henrik Boers (TSG Sprockhövel), Jovan Jovic (Hombrucher SV), Tjark Ernst (eigene U17)

Abwehr: Nelson Peters (FC Schalke), Alessio Argenziano, Verthomy Boboy, Nico Petritt, Tim Oermann (alle: eigene U17), Paul Dreesen, Kilian Heisterkamp, Ibrahim Kaba (alle: in der U19 verblieben)

Mittelfeld: Erik Peters, Maxim Schröder, Ali Demirel, Robin Schultealbert, Luca Tersteeg (alle: eigene U17), Maximilian Adamski, Gabriel Cavar, Henry Kree, Calvin Minewitsch, Tolga Özdemir (alle: in der U19 verblieben)

Angriff: Dominik Wasilewski (eigene U17), Luis Hartwig (in der U19 verblieben)

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