DFB-Pokal

VfL Bochum wohl ohne zwei Stammkräfte im Pokal

Danny Blum traf wie schon gegen Regensburg auch gegen Bielefeld per Elfmeter. Er droht auszufallen.

Danny Blum traf wie schon gegen Regensburg auch gegen Bielefeld per Elfmeter. Er droht auszufallen.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Der VfL Bochum muss im Erstrunden-Pokalspiel beim KSV Baunatal womöglich auf zwei Stammkräfte verzichten. Beide konnten nicht trainieren.

Wie beendet man ein Training mit Stil? Ulrich Bapoh mag diesen Gedanken nicht gehabt haben, aber er hat genau das hinbekommen. Mit einem wunderbaren Fallrückzieher-Treffer kurz vor dem Ende der ersten Einheit der Woche sorgte der junge Offensivspieler für das fußballerische Highlight am späten Dienstagnachmittag.

Dass Bapoh damit einem Einsatz im DFB-Pokal-Spiel am Samstag beim hessischen Oberligisten KSV Baunatal näher gerückt ist, darf aber bezweifelt werden. Gegen Regensburg wurde der 20-Jährige noch eingewechselt, gegen Bielefeld zählte er nicht zum Kader - und die Konkurrenz in der Offensive bleibt groß. Auch ohne zweiten „echten“ Stürmer neben Silvere Ganvoula, nach dem der VfL Bochum nach wie vor Ausschau hält. Das Transferfenster schließt ja bekanntlich erst am 2. September.

Für Danny Blum und Saulo Decarli wird es eng bis zum Samstag

An Bapohs Lage ändert sich auch nichts wesentlich, wenn ein Spieler der bisher ersten Reihe ausfallen sollte. Danny Blum hat eine Stauchung am Fuß. Der Neuzugang, der in den ersten beiden Partien jeweils per Elfmeter traf für den VfL, konnte am Dienstag ebenso nicht mittrainieren wie der potenzielle Abwehrchef Saulo Decarli. Auch der aus Brügge gekommene Innenverteidiger ist angeschlagen, wie schon immer wieder mal in der Vorbereitung plagen ihn Hüftprobleme.

Beide Spieler, sagte Trainer Robin Dutt, „werden noch ein paar Tage brauchen.“ Das Pokalspiel am Samstag (18.30 Uhr, Parkstadion Baunatal) käme „vielleicht einen Tag zu früh“. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, Dutt will zumindest die Entwicklung am Mittwoch noch abwarten.

Weilandt und Zoller drängen in die Startelf

Bis auf Maxim Leitsch, der weiterhin individuell trainiert, waren ansonsten alle Kräfte an Bord. Für Decarli agierte schon gegen die Arminia ab der 26. Minute Armel Bella-Kotchap neben Simon Lorenz. Und für Danny Blum gibt es ja einige Alternativen. Allen voran Tom Weilandt und vor allem Simon Zoller, die nach ihrer Einwechslung gegen Bielefeld für frischen Wind gesorgt hatten.

Dutt sieht im Pokal „maximale Bedeutung“

In jedem Fall, betonte Robin Dutt, wolle er die Pokalpartie grundsätzlich „mit der besten Mannschaft“ angehen, grundsätzlich müsse aber auch jede Mannschaft, die er aufstellt, gegen Baunatal gewinnen. Unabhängig von der 2. Liga habe das Pokalspiel „maximale Bedeutung“ für den VfL, sagt Dutt. Eine Niederlage im Pokal könne man nicht wieder gutmachen.

Wie im Vorjahr, als Bochum 0:1 bei Weiche Flensburg unterlag. Damals hatte Dutt einige Wechsel im Vergleich zum Ligaspiel zuvor vorgenommen. Torwart Felix Dornebusch etwa, der an der Niederlage schuldlos war, hatte eine Chance bekommen, Stamm-Linksverteidiger Danilo Soares saß nur auf der Bank. Trotzdem habe man gegen Weiche Flensburg aber „eine Topmannschaft auf dem Platz“ gehabt, will Dutt die bittere Pleite auch ein Jahr später nicht an der Startelf festmachen.

Dutt: Gegentore müssen wir „besser verteidigen“

Ob er gegen Baunatal beim „alten neuen“ 4-2-3-1-System wie gegen Bielefeld bleibt oder zum in der Vorbereitung und in Regensburg praktizierten 4-1-3-2 zurückkehrt, ließ Dutt offen. Die vielen Gegentore - sechs in zwei Spielen - könne man nicht am System festmachen. Die ersten beiden Gegentore gegen die Arminia, sagt Dutt, „müssen wir besser verteidigen“. In einer eigenen Druckphase (zweimal Aluminium) habe man die Restverteidigung und Kompaktheit vernachlässigt, schon in der vorderen Reihe keinen Druck auf den Gegner bekommen. Dutt: „Diese Fehler waren keine Systemfehler.“

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