Coronakrise

VfL Bochum: Geschäftsführer sehen Fußball vor großer Herausforderung

Sebastian Schindzielorz (r.) und Ilja Kaenzig während eines Testspiels des VfL gegen Uerdingen.

Sebastian Schindzielorz (r.) und Ilja Kaenzig während eines Testspiels des VfL gegen Uerdingen.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  In einem offenen Brief wenden sich die Geschäftsführer des VfL Bochum an die Fans. Sie wollen Mut machen, erwarten aber auch große Veränderungen.

Die sozialen Medien scheinen in diesen Tagen noch wichtiger zu werden. Oder zumindest intensiver genutzt zu werden. Zahlreiche Fußballer nutzen Instagram und Facebook dazu, um Botschaften an ihre, die Fans zu richten. Simon Zoller macht da auch mit. Maxim Leitsch und Sebastian Maier und Uli Bapoh sowie Stylianos Kokovas. Die fünf Profis des VfL Bochum haben sich alle mit dem gleichen Motiv ablichten lassen. Sie haben ihre Hände über ihrem Kopf zu einer Art Dach zusammengeführt. Stay at home, bleibt zu Hause soll das heißen. Die VfL-Profis sind im Heimtraining. Derweil haben sich Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz, die Geschäftsführer des VfL, mit einem offenen Brief an die VfL-Fans gewandt.

Kaenzig hatte sich im Interview mit der ARD-Sportschau bereits zu den möglichen Entwicklungen im Fußballgeschäft während und nach der Coronakrise geäußert. Im offenen Brief finden sich einige seiner Ausführungen erneut wieder. „Der Fußball, wie wir ihn kennen, steht vor einer riesigen Herausforderung“, heißt es da. „Und wir unternehmen alles, um den VfL als Traditionsverein, als Wirtschaftsbetrieb aber auch als Institution für die Stadt möglichst unbeschadet durch diese Krise zu führen. Dafür sind wir permanent im Einsatz.“ Es gelte, sich auf jedwedes Szenario vorzubereiten. Dazu gehöre auch, dafür Sorge zu tragen, „dass unsere Mitarbeiter ihre Jobs weitestgehend im Home-Office erledigen können“.

Geschäftsführer verzichten auf Teile ihres Gehaltes

Die Frage, ob in dieser Saison noch einmal gespielt werden könne und wenn ja, unter welchen Bedingungen, könne allerdings zum jetzigen Zeitpunkt „immer noch nicht seriös beantwortet werden“. Ein sehr gutes Zeichen sei es da, dass sich Mannschaft und Trainerteam bereit erklärt haben, den drohenden finanziellen Einbußen durch einen Verzicht eines Teils ihres Gehalts bis zum regulären Saisonende ein Stück weit entgegenzuwirken. „Eine Maßnahme, die wir seitens der Geschäftsführung als hervorragend und sehr solidarisch ansehen und dementsprechend in gleichem Maße dazu beitragen, indem auch wir auf einen Teil unseres Gehalts verzichten.“

Schindzielorz und Kaenzig glauben, dass der Profifußball einen Selbstreinigungsprozess durchlaufen wird. Vieles mit Entertainment-Charakter werde zukünftig wegfallen. „Man wird demütiger auftreten. Das ist aus unserer Sicht nicht schlimm. Schlimm wäre es, wenn der VfL Bochum 1848 als traditioneller Bundesliga-Standort verschwände. Dass das nicht passiert, dafür kämpfen und arbeiten wir.“

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