VfL Bochum

VfL Bochum profitiert gegen Karlsruhe erneut vom Videobeweis

Im Regen: Thomas Reis, Trainer des VfL (h.) und Alois Schwarz, Trainer des KSC (v.).

Im Regen: Thomas Reis, Trainer des VfL (h.) und Alois Schwarz, Trainer des KSC (v.).

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Das 3:3 gegen den KSC war glücklich für den VfL Bochum. Die Karlsruher vergaben einen Elfmeter und hatten kein Glück mit dem Video-Beweis.

Auch bei Pressekonferenzen nach Spielen des VfL kommt immer zunächst der Gästetrainer zu Wort. Alois Schwartz hatte also das Wort. Er nutze die Zeit und holte etwas aus. Er sei gerne Trainer, beziehungsweise Fußballlehrer. Aber solche Spiele mit solchen Ereignissen würden ihm die Laune verderben. „Das war eine kleine Katastrophe“, sagte er. „Es wird immer schlimmer! Dass Schiedsrichter so eingreifen und ein Spiel beeinflussen, macht es schwierig.“ Es sei auch deshalb ein mehr als verdienter Punktgewinn gewesen. „Riesenkompliment an meine Mannschaft.“

VfL-Trainer Reis: "Enttäuschend, wie wir ins Spiel gehen"

Das hätte VfL-Trainer Thomas Reis seinem Team auch dann nicht machen können, wenn es den Sieg über die Zeit gebracht hätte. Unerklärlich waren ihm gerade die ersten zehn Minuten. „Das war enttäuschend, wie wir ins Spiel gehen. Da hat mir die absolute Bereitschaft gefehlt.“ Unerklärlich für ihn ebenso, dass die Mannschaft es nicht schaffte, den Sieg trotz Führung und Überzahl über die Zeit zu bringen. „So ein Spiel musst du ins Ziel bringen und den dreckigen Sieg mitnehmen.“ Jetzt heiße es stattdessen, erneut die Wunden zu lecken. Zu den Szenen, die Schwarz meinte, sagte er in der Pressekonferenz nichts. Er wurde aber auch nicht danach gefragt.

Negatives hätte er nicht sagen können. Der Videobeweis ist ein Freund des VfL Bochum. Als Schiedsrichter Nicolas Winter dem Karlsruher Lukas Fröde die Gelb-Rote Karte zeigte, kam nichts aus Köln, wo der Video-Schiedsrichter sitzt. Die Art und Weise mit der Fröde die Hände zusammenführte, musste man nicht zwingend als hämisches Klatschen auslegen. Das aber machte Winter und schickte Fröde runter.

Den Elfmeter, den Danny Blum zum 3:2 verwandelte, gab es hingegen nur, weil der Video-Schiedsrichter eingriff. Das Spiel war nach dem Kontakt, den es bei Vitaly Janelt gegeben hatte, erst einmal weitergelaufen. Kein Bochumer hatte reklamiert. Auch Janelt nicht.

Disput zwischen VfL-Torwart Riemann und Ganvoula

Die Bochumer aber waren erneut nicht in der Lage, die vielen Angebote anzunehmen und durch die Sieg-Tür zu gehen. Am Ende und nach dem 3:3 durch Anton Fink diskutierten schließlich noch VfL-Torwart Manuel Riemann und VfL-Torjäger Silvere Ganvoula gestenreich. Riemann reklamierte, dass Ganvoula beim letzten Karlsruher Freistoß nicht komplett den Weg mit nach hinten machte.

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