VfL Bochum

Ganvoula oder Wintzheimer: Welcher VfL-Stürmer ist frischer?

Silvere Ganvoula, hier gegen Philipp Ziereis im Spiel gegen St. Pauli, spielte für die Nationalmannschaft des Kongo und hat in dieser Woche einige Stunden im Flieger verbracht.

Silvere Ganvoula, hier gegen Philipp Ziereis im Spiel gegen St. Pauli, spielte für die Nationalmannschaft des Kongo und hat in dieser Woche einige Stunden im Flieger verbracht.

Foto: Axel Heimken / dpa

Bochum.  Für das Spiel gegen den VfL Osnabrück hat Trainer Thomas Reis gleich auf mehreren Positionen Variationsmöglichkeiten. Auch im Sturmzentrum.

Nicht, dass Thomas Reis nicht auch so genug zu tun und zu tüfteln hätte. Für das Spiel gegen den VfL Osnabrück am Freitag im Ruhrstadion hat der Trainer des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum, positiv ausgedrückt, aber gleich auf mehreren Position Variationsmöglichkeiten: In der Abwehr auf der Innenverteidiger- und der Außenverteidigerposition und auch im Sturmzentrum.

Natürlich möchte Reis bei der Aufstellung auch weiterhin nicht so leicht zu durchschauen sein. Einerseits, weil der Gegner ja auch nicht alles schon etliche Tage vor dem direkten Vergleich wissen muss. Andererseits, weil auch die eigenen Spieler immer davon überzeugt sein müssen, dass sie durch gute Trainingsleistungen ins Team kommen können. Oder durch schlechtere hinaus.

Ganvoula hat mehr Flugkilometer

Vor dem Osnabrück-Spiel muss Reis allerdings zunächst auch schauen, wie seine beide nominellen Mittelstürmer ihre Reisen zu ihren Nationalmannschaften verkraftet haben. Silvere Ganvoula hat mal wieder für den Kongo spielen dürfen und flog bis zum Senegal. Manuel Wintzheimer war mit der deutschen U20 in und gegen Belgien aktiv. Deutlich mehr Flugkilometer hat Ganvoula in den Knochen.

Reis muss schauen, wie frisch die beiden sich präsentieren. Am Mittwoch waren beide beim Training. Während Wintzheimer im Pulk der Spieler auf den Trainingsplatz ging, war Ganvoula der letzte der Reihe. Deutlich war ihm anzusehen, dass er sich an die Temperaturen in Deutschland und auf dem Trainingsplatz erst wieder gewöhnen muss. In Dakar, wo die Nationalmannschaft der Republik Kongo zuletzt spielte, waren es immerhin fast 30 Grad. Ganvoula hatte allerdings auch noch nicht alle Möglichkeiten der VfL-Winter-Trainingsbekleidung ausgeschöpft.

Eisfeld ist im Lauftraining

Im Mannschaftstraining fehlten weiterhin die verletzten Sebastian Maier und Thomas Eisfeld. Wobei Eisfeld bereits vor dem Start des Trainings mit Reha-Trainer Nobert Lemcke Runden um den Platz drehte. Für einen Einsatz gegen Osnabrück aber kommt er keinesfalls in Frage.

Anders als Stefano Celozzi, Cristian Gamboa oder Saulo Decarli. Während es für Gamboa aus einer Verletzung kommend wohl noch zu früh für einen Startelfeinsatz ist, werden Celozzi und Decarli gegen Osnabrück wohl starten dürfen. Celozzi aber auf der Linksverteidiger-Position, da Danilo Soares nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Die zuletzt starke linke Seite des VfL mit den schnellen Soares und Danny Blum wird damit dennoch auseinandergerissen.

Viel Zeit in der Länderspielpause

Gedanken, wie er das „Problem“ löst, konnte sich Thomas Reis ausgiebig machen. In der Länderspielpause hatte er dafür Zeit genug. Dafür musste er sich auch keine intensiveren Gedanken um die Mittelfeldreihen machen. Defensiv sind derzeit Anthony Losilla und Robert Tesche gesetzt. Vitaly Janelt, der über weite Strecken der bisherigen Hinrunde an der Seite von Losilla spielte, kommt zurück von einem auch für ihn nicht gut gelaufenen Länderspiel mit der U21. Das Team unterlag mit 2:3, Janelt verlor vor dem dritten Gegentor den entscheidenden Zweikampf.

Offensiv haben sich Blum auf links, Chung-Yong Lee in der Mitte und Simon Zoller auf rechts festgespielt. So wird es im Vergleich zum Spiel in Hamburg wohl nur zwei, maximal drei Änderungen in der Startformation des VfL geben. Celozzi für den gesperrten Soares, Decarli für Simon Lorenz oder Armel Bella-Kotchap und ganz vielleicht Wintzheimer für Ganvoula.

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