Kommentar

Warum der FC Bayern für Joachim Löw wichtig bleibt

Foto: firo

Essen.  Die kommenden Führungsspieler der Nationalmannschaft stehen fast alle beim FC Bayern unter Vertrag. Dabei geht es nicht nur ums Prestige.

Es gab nicht wenige, die vor einigen Monaten noch einen großen Konflikt zwischen Joachim Löw und dem FC Bayern heraufbeschworen. Der Bundestrainer hatte da die drei Weltmeister Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng aussortiert. Die Bayern polterten. Löw rechtfertigte sich. In dem ganzen Getöse ging nur ein wenig unter, dass der Rekordmeister ja auch jetzt noch eine gewichtige Rolle in der Nationalmannschaft einnimmt. Die sich neu entwickelnde Führungs-Achse wird wohl wieder aus München kommen.

Kapitän bleibt sowieso Manuel Neuer. Aber mit Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry stehen schon wieder Bayern-Profis bereit, die sich anschicken, die DFB-Gesichter der Zukunft zu werden. Sollten die Bosse auch noch Leroy Sané oder Timo Werner nach München locken, könnte Löw bei Bayern-Heimspielen weiterhin den Großteil seiner wichtigsten Akteure begutachten. Münchens Führung hat zuletzt Fehler gemacht, aber auch viele Dinge richtig.

BVB verpflichtet zwei Nationalspieler

Dabei geht es nicht nur ums Prestige. Viele deutsche Nationalspieler steigern die Aufmerksamkeit eines Bundesliga-Klubs, sie steigern den Kaderwert. Das wissen sie auch in Dortmund. Deswegen verpflichten sie mit Nico Schulz und Julian Brandt zwei, die Löw eigentlich immer einlädt. Gemeinsam mit Marco Reus reisen künftig also mindestens drei BVB-Profis zum DFB. Nur Mario Götze wird da so schnell nicht dazugehören. Er hat zwar eine beachtliche Saison gespielt. Doch die Konkurrenz ist groß – auch aus Bayern.

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