WM-Debakel

Hecking: „Warum Deutschland raus ist, hat jeder gesehen“

Gladbachs Trainer Dieter Hecking glaubt, dass es dem deutschen Fußball guttun würde, den Fokus mehr auf das Spiel zu legen.

Gladbachs Trainer Dieter Hecking glaubt, dass es dem deutschen Fußball guttun würde, den Fokus mehr auf das Spiel zu legen.

Foto: firo

Rottach-Egern  Dieter Hecking hat im Trainingslager von Gladbach über das Aus der DFB-Elf gesprochen. Er fordert eine Rückbesinnung auf den Fußball.

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Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat im Trainingslager am Tegernsee das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft analysiert. „Warum Deutschland rausgeflogen ist, hat jeder gesehen“, erklärte Hecking, „da waren viel zu viele Spieler, die nicht fit waren. Es gab keine Lösungen in der Offensive, sie haben nicht kompakt genug gespielt“.

Deutschland war bei der Weltmeisterschaft in Russland als Gruppenletzter bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Eine historische Blamage, die eine große Diskussion über die Zukunft des deutschen Fußballs ausgelöst hat.

Der 53-Jährige glaubt grundsätzlich, dass es dem deutschen Fußball wieder guttun würde, den Fokus mehr auf das Spiel an sich zu legen. „Es gibt zu viele Randgeschichten, die immer wieder von den Vereinen und von den Spielern produziert werden. Viele erachten es mit ihrem Berater zusammen als sehr wichtig, dass sie in den sozialen Medien viele Follower haben. Ich halte das für kontraproduktiv“, meinte Hecking. Er räumte aber auch ein: „Man kann die Spieler in der Freizeit nicht einengen, aber wenn sie bei der Borussia sind, dann sollte der Fokus auf der Arbeit liegen.“

Gladbach-Trainer Hecking schätzt Ballbesitzfußball

Auch wenn Frankreich bei der WM den Pokal mit einer Kontertaktik gewonnen hat, will Hecking Ballbesitz nicht verteufeln. „Ich bin froh, wenn ich den Ball habe, dann kann der Gegner nichts machen“, sagt der Gladbach-Trainer. Und er ergänzte: „Nur war es in der letzten Saison häufig unser Problem, dass wir keine guten Lösungen hatten. Wir haben zu langsam, zu statisch gespielt. Das waren insgesamt zu viele Querpässe, zu viele Rückpässe. Das ist ein Schwerpunkt in unseren Trainingseinheiten und Besprechungen gewesen, dass wir mehr Zug nach vorne haben wollen.“ Denn: „Man kann auch sehr hoch in der gegnerischen Hälfte Ballbesitz haben und trotzdem für Torgefahr sorgen.“

Gladbach beendet am Sonntag das Trainingslager am Tegernsee. Für Hecking war die Woche in Süddeutschland ein Erfolg.

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