TV-Rechte

Klub-Präsident wünscht sich Liga-Spiele nur im Fernsehen

Der Streamingdienst Dazn steigt in die Bundesliga ein.

Der Streamingdienst Dazn steigt in die Bundesliga ein.

Augsburg.   Augsburgs Präsident Klaus Hofmann spricht sich gegen die Vergabe von TV-Rechten an Streamingdienste aus. Er fürchtet zu große Kosten für Fans.

FC Augsburgs Präsident Klaus Hofmann hat sich gegen eine Vergabe der TV-Rechte der Fußball-Bundesliga an Streaming-
Dienste wie DAZN und Amazon Prime ausgesprochen. „Am liebsten wäre es mir, wenn man alle Spiele im Fernsehen sehen könnte, ohne dass man Streamingdienste braucht, das wäre für alle Beteiligten gut“, sagte der 52-Jährige in einem Interview der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitagausgabe). Als Grund dafür nannte er, dass für die Zuschauer in Deutschland die Bundesliga nicht teurer werden dürfe.

Daher sei es schön, „wenn wir den Übertragungsweg auf eine technische Plattform reduzieren, auch wenn es verschiedene Anbieter sind“, meinte Hofmann.

Vergabe der Rechte erfolgt im Mai

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte Anfang der vergangenen Woche die Ausschreibung der Medienrechte für die Bundesliga angekündigt und die Registrierungsphase gestartet. Zu vergeben sind laut DFL die Medienrechte an den Spielen der Bundesliga, der 2. Bundesliga, des Supercups sowie der Relegation für die vier Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25. Diese Ankündigung war der erste formale Schritt beim Verkauf der Rechte. Die eigentliche Vergabe der Rechte soll im Mai erfolgen.

DAZN zeigt bereits Bundesliga-Spiele

Der derzeit laufende Vertrag für die Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 bringen den Vereinen 4,64 Milliarden Euro ein. Der Pay-TV-Sender Sky ist seit Jahren der wichtigste Partner und Finanzier der Liga. Auch DAZN zeigt bereits Bundesliga-Spiele. Zuletzt hatte der erst seit 2016 aktive Streamingdienst DAZN bei der Champions League Sky überboten, und auch Amazon sicherte sich ein Paket. (dpa)

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