Fußball - Westfalenliga

Bochumer Westfalenligisten schließen sich Petition nicht an

Jürgen Heipertz, Trainer Concordia Wiemelhausen, zwischen Co-Trainer Daniel Oehlmann und dem Sportlichen Leiter Uwe Gottschling, hält nichts von der Petition.

Jürgen Heipertz, Trainer Concordia Wiemelhausen, zwischen Co-Trainer Daniel Oehlmann und dem Sportlichen Leiter Uwe Gottschling, hält nichts von der Petition.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum.  Westfalenligist Spvgg Erkenschwick bringt ein Forderungspapier an die Verbände auf den Weg. In Wiemelhausen und Hordel halten sie davon nichts.

Fußball-Westfalenligist Spvgg Erkenschwick bringt wegen der Coronavirus-Pandemie eine Petition auf den Weg. Der Club soll darin unter anderem die sofortige Einstellung des Spielbetriebs bei Wertung der Hinrundentabelle und finanzielle Soforthilfen von den Landesverbänden fordern. Mehr als ein Dutzend Vereine hat sich dem „gemeinsamen Begehren westdeutscher Fußballvereine“ angeschlossen. Die beiden Bochumer Westfalenligisten Wiemelhausen und Hordel sind nicht darunter.

„Was soll der Landesverband denn in der Kürze der Zeit für Lösungen präsentieren, wenn selbst die Großen nicht wissen, wie es weitergeht?“, fragt DJK-Manager Jörg Versen. „Man muss den Verbänden Zeit geben, und es kann ja auch nicht sein, dass bei manchen nach 14 Tagen schon alles zusammenbricht. Für mich ist die Petition ein bisschen heuchlerisch, vielen geht es dabei nur um eigene Interessen. Es gibt jetzt wirklich Wichtigeres.“

Spitzenreiter Finnentrop unterstützt die Petition

Tatsächlich haben sich der Petition bislang viele Vereine angeschlossen, die durch die Wertung der Hinrundentabelle profitieren würden. Aus der Westfalenliga wären das zum Beispiel Spitzenreiter SG Finnentrop sowie der Lüner SV und der FC Iserlohn, die knapp über dem Strich stehen. Mit dabei ist aber ebenso RW Oberhausen, das in der Regionalliga West auf Platz vier steht.

Auch in Wiemelhausen haben sie von der Petition gehört. „Ich halte da nicht viel von. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen, wie es weitergehen soll“, sagt der Sportliche Leiter Uwe Gottschling. „Wenn nicht mehr gespielt werden sollte, wäre mein Vorschlag: Wer jetzt vorne steht, soll aufsteigen. Absteiger gibt es keine, dafür werden die Gruppen für ein Jahr lang aufgestockt. Das könnte man bis in die Bundesliga so machen.“

Finanzen sind für den laufenden Monat gesichert

Eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs würden die Clubs allerdings finanziell spüren. In Hordel und Wiemelhausen sind die Finanzen für den laufenden Monat gesichert. Wie es danach weitergeht, hängt von der Entwicklung der Pandemie ab, betonen beide Vereine. „Es wäre schön, wenn wir am 21. April wieder trainieren könnten, aber das ist jetzt, wie in die Glaskugel zu schauen“, sagt Concordias Trainer Jürgen Heipertz. „In solchen Zeiten rücken ohnehin andere Dinge in den Vordergrund.“

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