Basketball

Bochums Sparkassen-Stars droht jetzt die Abstiegsrunde

Eduard Arques Lopez war der beste Bochumer bei der Niederlage gegen Dresden, wurde aber von  Coach Johnson immer wieder aus dem Spiel genommen. Foto:Socrates Tassos

Eduard Arques Lopez war der beste Bochumer bei der Niederlage gegen Dresden, wurde aber von Coach Johnson immer wieder aus dem Spiel genommen. Foto:Socrates Tassos

Grumme.   Nach einer deftigen Heimpleite von Bochums Zweitliga-Basketballern gegen Dresden verlassen etliche Zuschauer die Halle vorzeitig.

VfL Sparkassen-Stars Bochum -
Dresden Titans 69:82 (38:38)

Viertel: 27:15, 11:23, 18:22, 13:22

VfL: Arques Lopez (25/2), Scott (13/1), del Hoyo (12), Lind (9/1), Gebhardt (4), Meesmann (2), Wendeler (2), Stachanczyk (2), Bals, Neusel

Es hätte fast schon der Einzug in die Play-Offs sein können, doch am Ende wurde es für die VfL Sparkassen-Stars ein bitterer Abend. Trotz eines furiosen Starts mit einer 27:10-Führung nach 8:40 Minuten verloren die Basketballer von Coach Gary Johnson zu Hause gegen die Dresden Titans mit 69:82. Weil es nach starkem Beginn mit einem 42:72 weiterging, droht Bochum nun die Abstiegsrunde.

Zwei Spiele, die sie auswärts bestreiten müssen, bleiben den Sparkassen-Stars noch, um das zu verhindern. Hätten sie gegen Dresden gewonnen, wären sie mit mehr als einem Bein in den Playoffs gewesen. Zwar kletterten die Bochumer paradoxerweise sogar vom siebten auf den sechsten Platz, doch das erscheint nur auf den ersten Blick positiv. Nur die direkten Vergleiche lassen den VfL von nicht weniger als vier punktgleichen Teams am bestehen dastehen. Sie haben ebenso erst 20 Zähler wie die Schwelmer Baskets, die als Tabellenneunter in die Playdowns müssten, wenn die Hauptrunde heute beendet wäre.

Den ersten Matchball vergeben

Es wird ganz eng für die Sparkasen-Stars, zumal Dresden nach dem Sieg in Bochum als Tabellenzehnter nur noch zwei Zähler weniger aufweist und gegen den VfL auch den direkten Vergleich gewonnen hat. „Das war ein Matchball, diesen haben wir vergeben. Wir sind selbst schuld. Ein Sieg wäre ein Big Point auf dem Weg in die Playoffs gewesen“, seufzte VfL-Teammanager Cham Korbi nach der Pleite vor 818 Fans, von denen sich nicht wenige schon vor der Schlusssirene enttäuscht auf den Heimweg machten. „Ich kann die Zuschauer verstehen“, sagte Korbi.

Denn nachdem die Sparkassen-Stars die Gäste in den ersten knapp neun Minuten überrannt und sich eine 17-Punkte-Führung erspielt hatten, lag das Team kurz vor der Halbzeitpause sogar mit 36:38 hinten. Immerhin rettete Eduard Arques Lopez ein 38:38-Remis in die Kabine.

Arques ist der beste Bochumer

Überhaupt Arques: Der Spanier war der mit Abstand beste Bochumer, hatte schon im ersten Viertel 14 Punkte und zur Pause 16 Zähler auf seinem Konto stehen. VfL-Coach Johnson zog es jedoch vor, ihn im zweiten Viertel minutenlang auf der Bank zu lassen. Weil Dresden zudem die Defensive umgestellt hatte, stotterte Bochums Offensivspiel. Die Titans hingegen schossen sich warm, setzten Dreier um Dreier und meldeten sich zurück.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Arques-Dreier. Der 24-Jährige machte auch die nächsten vier VfL-Punkte – und wurde in der 26. Minute wieder aus dem Spiel genommen. „Wir haben viele Jungs“, sagte Coach Johnson auf die Frage, warum er Arques nicht länger spielen ließ. „Ich hätte mir gewünscht, wir hätten etwas mehr von außen getroffen“, fügte er an. Dresden führte jedenfalls zu diesem Zeitpunkt mit 51:45 und erhöhte dann mit dem elften Dreier auf 54:45. Bochum verkürzte zwar auf 56:58, lag vor dem letzten Abschnitt jedoch mit 56:60 hinten.

Alle personellen Veränderungen verpufften, stattdessen erhöhte Dresden per Dreier auf 63:56. Der erneut spät gebrachte Arques, der insgesamt nur knapp 24 Minuten spielte, sorgte für das 60:65, doch die Hausherren hatten den Faden schon verloren. Als der Drittletzte auf 71:60 erhöhte, waren zwar noch 6:18 Minuten zu spielen, aber die Sparkassen-Stars hatten resigniert.

Sehr schwache Dreierquote

13 Dreier schenkte Dresden den Gastgebern ein, während Bochum nur vier versenkte. Dem VfL fehlten die verletzten Felix Engel und Marco Buljevic als Dreier-Schütze. Niklas Meesmann traf keinen von fünf Distanzwürfen, Albert del Hoyo keinen von sechs, Montrael Scott nur einen von fünf.

Zudem beklagte Headcoach Johnson: „Wir haben nur neun Fouls begangen. Ich hätte mir mehr Aggressivität gewünscht.“

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