Fußball-Stadtmeisterschaft

Stadtsportverband beendet Hin und Her: Absage!

Auf dem Sportplatz an der Uferstraße sollte das Turnier ausgetragen werden.

Auf dem Sportplatz an der Uferstraße sollte das Turnier ausgetragen werden.

Foto: Jens Lukas

Castrop-Rauxel..  Mit einem Schreiben an die Mitgliedsvereine hat der Stadtsportverband am Mittwochmorgen das Hickhack um die Feldstadtmeisterschaft der Senioren beendet. Vorsitzender Ulrich Romahn und die beiden Stellvertreter teilen mit: Das Turnier fällt aus.

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Im Schreiben des Stadtsportverbandes an die Sportvereine heißt es wörtlich: „Leider haben bestimmte Umstände dazu geführt, dass es Eintracht Ickern nun doch nicht möglich ist, die Stadtmeisterschaft auszurichten. Trotz der Bemühungen, einen alternativen Ausrichter zu finden, müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Stadtmeisterschaft im Feldfußball ausfällt. Wir bedauern das sehr.“

Die Hintergründe bleiben dabei aktuell noch im Unklaren. Ein Fragenkatalog dazu, den unsere Redaktion an die Stadt stellte, ist bis dato noch nicht beantwortet. Erst dann können wir über weitere Details aus den Gesprächen mit Eintracht Ickern berichten. Angekündigt sind die Antworten für Mittwochnachmittag.

Ein anderer Ausrichter keine Option?

Der Stadtsportverband führt weiter aus, dass Ende Mai fand unter der Leitung von Peter Blau vom FC Frohlinde, der für den erkrankten Sportskamerad Robert Mathis eingesprungen ist, ein Treffen zur Vorbereitung der Stadtmeisterschaft im Feldfußball 2018 stattgefunden habe. Bei dieser Veranstaltung habe sich Eintracht Ickern bereit erklärt, die Stadtmeisterschaft auszurichten. Das ist nun offenbar endgültig passé. Auch die Option, das Turnier in andere Ausrichter-Hände zu legen, scheint damit aktuell vom Tisch zu sein.

Um den Fortgang der Stadtmeisterschaften im Fußball in Zukunft zu gewährleisten, wolle der Stadtsportverband nach den Ferien zu einer Spartensitzung einladen. Im Rahmen dessen wolle man beraten, „wie wir den bisher erfolgreichen Weg für den Fußballsport in unserer Stadt fortführen können“. Darum sei jeder Verein aufgerufen, an der Sitzung teilzunehmen.

Hintergründe und Einschätzungen, die bisher bekannt waren:

Eintracht will die Meisterschaft austragen, der SSV bezweifelt, ob der Verein das darf. Die Stadt schwieg bis Mitte Juni zunächst dazu. Wir versuchten schon Anfang Juni, von allen Beteiligten eine Meinung zur Sachlage zu bekommen. So berichteten wir am 16. Juni: Während der Stadtsportverband, vertreten durch den Vorsitzenden Ulrich Romahn, und Eintracht Ickern, vertreten durch den Geschäftsführer Sebastian Horstknepper, etwas dazu sagten, bekamen wir von der Stadt keine Antwort auf unsere Anfrage, obwohl am Freitag ein Gespräch zwischen Verantwortlichen der Stadt und von Eintracht Ickern stattgefunden hat.

Das sagt der Stadtsportverband (SSV): Laut Ulrich Romahn, Vorsitzender des SSV, habe der Verein Eintracht Ickern einige Verbindlichkeiten bei der Stadt. „Meines Wissens handelt es sich dabei um eine nicht gerade niedrige Summe“, so der Vorsitzende. Daher gehe er nicht davon aus, dass die Stadt Castrop-Rauxel dem Verein die Genehmigung für die Gastgeber-Rolle der Stadtmeisterschaft erteile.

Handelnde Personen gehören nicht dem Vorstand an

Zudem seien Romahn die Vereinsstrukturen der Ickerner ein Dorn im Auge. „Alle Personen, die sich derzeit als handelnde Personen bei Eintracht Ickern darstellen und die Stadtmeisterschaft organisieren wollen, gehören nicht dem Vorstand des Vereins an. Das ist aber notwendig“, so der SSV-Vorsitzende. Laut den vorliegenden Angaben sieht der Stadtsportverband andere Personen im Vorstand, als der Klub selbst.

Das sagt der Verein Eintracht Ickern: „Wir wissen, worum es dem Stadtsportverband geht“, so Sebastian Horstknepper, Geschäftsführer der Ickerner, am Freitag (15. Juni) auf Anfrage. Allerdings meint er zu den Vorwürfen: „Der Stadtsportverband soll nicht auf ein paar Euros herumreiten, um mehr geht es nämlich nicht. Zumal wir das Geld überwiesen haben, aber immer noch keine Rechnung bekommen haben“, so Horstknepper. Er und seine Vorstandskollegen seien übrigens im Januar offiziell bei einer Mitgliederversammlung gewählt worden.

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