Tennis-Medensaison

4:5! Blau-Weiß Dinslaken kann den Aufstieg jetzt abhaken

Nina Papies punktete im Einzel und Doppel für Rot-Weiss.

Nina Papies punktete im Einzel und Doppel für Rot-Weiss.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken/Voerde.   Nach der zweiten knappen Niederlage gegen Moers ist die Rückkehr in die 1. Verbandsliga kein Thema mehr. Rot-Weiss hat dagegen Grund zur Freude.

Dass es nicht leicht werden würde, war den Herren der Dinslakener TG Blau-Weiß klar. Mit der Rückkehr in die 1. Verbandsliga hatte die Tennisgemeinschaft aber zumindest geliebäugelt. Den direkten Wiederaufstieg können die Blau-Weißen nach der zweiten 4:5-Niederlage in Folge jedoch vorzeitig abhaken. Nachdem die DTG vor zwei Wochen in der 2. Verbandsliga gegen Etuf Essen noch alle drei Doppel abgab, setzte es auch gegen den TC Moers-Asberg eine denkbar unglückliche Schlappe.

Mordhorst spielt nur Einzel

Gegen einen starken Kontrahenten waren die Einzelsiege von Stijn Pel, Moritz Borges und Alex Kleindick letztlich zu wenig. Punktegarant Christian Hörscher fehlte privat verhindert, Nummer zwei André Mordhorst musste wegen einer Familienfeier nach seinem Einzel weg. Für ihn sprang Neuzugang Hendrick Voss ein, der das dritte Doppel an der Seite von Borges ebenso verlor wie die Kombination Tristan Dawirs/Kai Knippert. Da nutzte dann auch der knappe Sieg von Pel/Kleindick nichts mehr.

„Bitter, damit ist der Zug nach oben natürlich abgefahren. Wir hätten aber auch einfach gegen Essen nicht verlieren dürfen. Dann wäre zumindest noch etwas drin“, haderte Mannschaftsführer Dawirs immer noch mit der mehr als unnötigen Schlappe von vor 14 Tagen.

Ganz andere Ambitionen als der Nachbar Blau-Weiß hatte von Anfang an der Klassenkonkurrent TC Rot-Weiss Dinslaken. Und nach dem 7:2-Erfolg über den Stadtwald Hilden II sieht es tatsächlich ganz danach aus, als könnte der Aufsteiger diese auch verwirklichen und die Liga halten.

Beruhigende 4:2-Führung

Auch ohne die etatmäßige Nummer zwei Boris Oomes ließen die Dinslakener nichts anbrennen. René Lindenbergh, Mannschaftsführer Stefan Lange, Robin Börger und Yannick Nolte sorgten für eine beruhigende 4:2-Führung. In den Doppeln hielt sich Rot-Weiss dann schadlos, punktete mit Lindenbergh/Lange, Börger/Nils Watenphul und Nolte/Finn de Lede. „Der Gegner war jetzt vielleicht nicht durchweg wirklich gut besetzt, aber es hat gereicht, und das ist das Wichtigste. Jetzt wollen wir schauen, dass wir in den letzten Spielen noch einmal gute Leistungen zeigen“, erklärte Lange.

Damen im Gleichschritt

Direkt neben den Rot-Weiss-Herren fuhren auch die Damen des Vereins an der heimischen Gneisenaustraße ihren zweiten Sieg in der 2. Verbandsliga ein. Beim 7:2 über Rot-Weiß Goch lief es dabei ganz ähnlich wie bei den männlichen Vereinskollegen. Nach einer 4:2-Führung nach den Einzeln wurden alle drei Doppel gewonnen.

Während sich Mannschaftsführerin Anika Engelbrecht im Match-Tiebreak geschlagen geben musste, punktete Gina Betzholz im engen Spitzeneinzel mit 10:7 im entscheidenden Kurz-Durchgang. Anja Lingen hatte keine Mühe und profitierte schließlich auch von der Aufgabe ihrer Gegnerin, die sich nicht wohl fühlte. Nina Papies machte es nach klarem ersten Satz noch einmal spannend, gewann aber schließlich ebenso in zwei Sätzen wie Christina Grams. Da tat die Niederlage von Dorothee Schmelt, die einen rabenschwarzen Tag erwischte, nicht mehr ganz so weh.

Lange um den Gesamtsieg zittern mussten die Dinslakenerinnen dann auch nicht mehr. Papies/Engelbrecht und Grams/Kimberley Tatzki gewannen ihre Doppel sehr glatt, auch Betzholz/Lingen fuhren schließlich in zwei Sätzen den siebten Punkt ein.

Strümp nur zu viert

Damit hat das Team nach zwei Niederlagen zum Auftakt den Klassenerhalt ebenfalls schon so gut wie sicher. In den letzten Spielen sollte aber trotzdem noch der ein oder andere Sieg möglich sein.

Sehr gut sieht es in der Parallelgruppe mittlerweile auch für den TV Jahn Hiesfeld aus. Auf den knappen Sieg in Hilden ließen die „Veilchen“ ein ungefährdetes 7:2 gegen den TC Strümp folgen. Dass es an der Dorfstraße nicht wirklich spannend wurde, lag aber auch daran, dass der Gast nur mit vier spielfähigen Akteurinnen angereist war.

Gegner schenkt die Doppel ab

So hatten Elisa Schmidtke und Simone Bossak an den Positionen eins und zwei gegen starke Gegnerinnen zwar letztlich keine Chance, aber der knappe Sieg von Sarah Breuer und der ganz glatte Erfolg von Vanessa Schulz bedeuteten die 4:2-Führung und die Vorentscheidung, weil die dezimierten Damen aus Strümp ja keine drei Doppel stellen konnten. Am Ende schenkte der Gast sogar alle drei Matches ab.

Mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten in Gladbach könnte Hiesfeld nun in zwei Wochen den Klassenerhalt endgültig klar machen.

Voerde siegt in Bocholt

Die Damen des TC Rot-Gold Voerde haben auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Bezirksliga einen wichtigen 6:3-Sieg beim TSV Bocholt eingefahren. Auch wenn sich Mannschaftsführerin Eva Tenorth und Christina Nobles „oben“ geschlagen geben mussten, geriet der Gesamtsieg überhaupt nicht in Gefahr. Denn Hanna Kunert, Jana Artz, Elena Kunert und Nina Neuert siegten ebenso souverän wie die Doppel Nobles/Elena Kunert und Artz/Hana Kunert. „Es wäre schon nicht schlecht, wenn wir noch ein drittes Spiel gewinnen könnten, aber unsere Ausgangsposition ist jetzt auf jeden Fall gut“, sagte Tenorth.

„Super unglücklich“

Die bleibt für den Ligakonkurrenten und Nachbarn SV 08/29 ebenfalls gut, auch wenn die Friedrichsfelderinnen sich beim SuS Wesel-Nord mit 3:6 geschlagen geben mussten.

Gegen einen starken Kontrahenten hatten sich die „Vereinigten“ im Vorfeld gar nicht viel ausgerechnet. Nachdem es durch die Siege von Annkatrin Wiebe, Yoka Krämer und Anika Rhiem nach den Einzeln jedoch 3:3 stand, witterten die Gäste aber ihre Chance.

Alle drei Doppel gingen dann allerdings verloren – zwei davon äußerst knapp im Match-Tiebreak. „Das war super unglücklich, aber alles in allem war es trotzdem ein netter Spieltag mit sehr fairen Matches“, so Mannschaftsführerin Yoka Krämer.

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