Dinslaken. Eishockey-Landesligist sitzt schon umgezogen in der Kabine, als die Nachricht von den Gastgebern kommt. Das ist der Grund.

Die Partie der Dinslakener Kobras bei dem ESC Rheine konnte am Sonntag nicht wie geplant stattfinden. Nachdem der Dinslakener Eishockey-Landesligist die Auswärtsreise angetreten hatte und sogar schon umgezogen in der Kabine saß, kam ein Offizieller des Gastgebers aus Rheine mit der Information über die Spielabsage. Der Verband habe keine Schiedsrichter für das Spiel eingeteilt, von daher könne auch nicht gespielt werden. Für Kobras-Coach Jörg Böhme war es das erste Mal in seiner Laufbahn, dass er so etwas erleben musste. Um nicht komplett umsonst nach Rheine gefahren zu sein, schlug Böhme vor, spontan ein Testspiel auszutragen. Allerdings lehnte der ESC das ab, und so ging es für die Dinslakener wieder nach Hause.

Böhme fährt 300 Kilometer „umsonst durch die Gegend“

„Da ich in Ratingen wohne, bin ich jetzt 300 Kilometer umsonst durch die Gegend gefahren. Da stelle ich mir am Sonntag doch schönere Sachen vor“, ärgerte sich Böhme. Wie das Match nun gewertet wird, bleibt abzuwarten. Denn einerseits ist natürlich der Verband für die Ansetzung der Unparteiischen verantwortlich, anderseits ist es aber auch in letzter Instanz die Aufgabe der Gastgeber, zu kontrollieren, ob alles planmäßig läuft.