Fußball-Kreisliga A

Bei RWS Lohberg kochten gegen Vierlinden die Emotionen über

RWS-Stürmer Onur Acabuga (M.) in einem der vielen hart geführten Zweikämpfe. Umut Can Yilmaz (r.) erzielte mit einem sehenswerten direkt verwandelten Freistoß das zwischenzeitliche 1:0.

RWS-Stürmer Onur Acabuga (M.) in einem der vielen hart geführten Zweikämpfe. Umut Can Yilmaz (r.) erzielte mit einem sehenswerten direkt verwandelten Freistoß das zwischenzeitliche 1:0.

Foto: JOCHEN_EMDE / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Beim Spiel von RWS Lohberg kam es in der Fußball-Kreisliga A gegen Vierlinden nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen zu Tumulten.

Die Fußballer von RWS Lohberg kamen gegen die DJK Vierlinden II in der Kreisliga A nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die Partie, die im ersten Spielabschnitt noch sehr fair geführt wurde, stand Mitte der zweiten Hälfte kurz vor dem Abbruch. Beide Teams fielen durch zahlreiche Nickligkeiten auf. Der junge Schiedsrichter, der teilweise ziemlich überfordert schien, hatte keine klare Linie und bewertete ähnliche Aktionen oft sehr unterschiedlich. RWS forderte bei vielen Fouls – oft zu Recht, aber ohne Erfolg – gelbe Karten ein. Die Lohberger beschäftigten sich immer mehr mit dem Schiedsrichter und vergaßen dabei das Fußballspielen.

Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte

RWS war eigentlich gut in die Partie gekommen und ließ den Gästen überhaupt keine Ruhe. Das frühe Pressing sorgte immer wieder für Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Die Überlegenheit wussten die Gastgeber jedoch nicht zu nutzen und konnten sich außer einem abgefälschten Schuss, der am Pfosten vorbei trudelte, keine wirkliche Torchance erspielen. Der Lohberger Trainer Ugur-Deniz Aydin, der das ganze Spiel über sehr engagiert versuchte, auf das Spiel einzuwirken, forderte seine Mannschaft mehrmals auf, „nicht zu kompliziert“ zu spielen.

Führung per Freistoß in den Winkel

Nach dem Pausentee kam RWS dann leicht verbessert aus der Kabine. Trotzdem bedurfte es einer Standardsituation, um in Führung zu gehen. Umut Can Yilmaz zirkelte einen Freistoß aus zentraler Position 20 Meter vor dem Tor gekonnt über die Mauer hinweg in den rechten Winkel. Alles sah danach aus, als wäre die Partie damit entschieden, da den Gästen überhaupt nichts einfiel.

Merkwürdige Entscheidungen

Dann verlor das Team von Aydin jedoch komplett die Konzentration und beschäftigte sich nur noch mit den teils merkwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters. „Das darf uns eigentlich nicht passieren. Wir hätten längst zwei, drei Tore schießen müssen und haben so den Gegner zurück ins Spiel geholt“, so Aydin. Zu allem Überfluss ließ sich Lohbergs Dominik Marienfeldt zu einer überflüssigen Tätlichkeit hinreißen und musste vorzeitig unter die Dusche (70.). Wenig später erzielte Vierlinden aus stark abseitsverdächtiger Position den Ausgleich.

Tumultartige Szenen

Als der Schiedsrichter bei einer Tätlichkeit dem Vierlindener Spieler nur Gelb zeigte, kochten die Emotionen auf und neben dem Platz endgültig über. Spieler, Betreuer und Trainer hatten Mühe, die Zuschauer auseinander zu halten. Kurz vor dem Ende übersah der Schiedsrichter dann auch noch ein Handspiel der Gäste im eigenen Strafraum. Nach Abpfiff der Partie kam es erneut zu tumultartigen Szenen zwischen Spielern und Zuschauern beider Mannschaften.

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